Bestimmungshandbuch HTML

Pilzbestimmung

 



Inhaltsverzeichnis

1. Morchelarten.. 3

1.1 Halbfreie Morchel / Käppchenmorchel (Morchella gigas) 3

1.2 Speisemorchel (Morchella esculentas) 4

1.3 Spitzmorchel (Morchella conica, Morchella elata) 5

2. Röhrlinge. 6

2.1 Gemeiner Birkenpilz / Kapuziner (Leccinum scabrum) 6

2.2 Birkenrotkappe (Leccinum testaceoscabrum) 7

2.3 Eichenrotkappe (Leccinum quercinum) 8

2.4 Espenrotkappe (Leccinum aurantiacum) 9

2.5 Anhängselröhrling / Gelber Bronzeröhrling (Boletus appendiculatus) 10

2.6 Aprikosenfarbener Filzröhrling (Xerocomus armeniacus) 11

2.7 Blasshütiger Röhrling (Boletus depilatus) 12

2.8 Blauender Königsröhrling    (Boletus pseudoregius) 13

2.9 Blutroter Filzröhrling (Xerocomus rubellus) 14

2.10 Flockenstieliger Hexenröhrling (Boletus erythropus) 15

2.11 Goldröhrling (Suillus grevillei) 16

2.12 Goldporiger Röhrling (Pulveroboletus gentilis) 17

2.13 Grauer Lärchenröhrling (Suillus viscidus) 18

2.14 Hainbuchenröhrling (Leccinum carpini ) 19

2.15 Hasenröhrling (Gyroporus castaneus) 20

2.16 Gallenröhrling (Tylopilus felleus) 21

2.17 Kiefernsteinpilz (Boletus pinophilus ) 22

2.18 Königsröhrling (Boletus regius) 23

2.19 Körnchenröhrling (Suillus granulatus) 24

2.20 Maronenröhrling (Xerocomus badius) 25

2.21 Weisslicher Moor-Birkenpilz (Leccinum holopus) 26

2.22 Nadelholzröhrling (Buchwaldoboletus lignicola) 27

2.23 Netzstieliger Hexenröhrling (Boletus luridus) 28

2.24 Pfefferröhrling (Chalciporus piperatus) 29

2.25 Ringloser Butterpilz (Suillus collinitus) 30

2.26 Rotfussröhrling (Xerocomus chrysenteron) 31

2.27 Satansröhrling (Boletus satanas) 32

2.28 Schönfussröhrling (Boletus calopus) 33

2.29 Schwarzblauender Röhrling (Boletus pulverulentus) 34

2.30 Schwarzhütiger Steinpilz (Boletus aereus) 35

2.31 Sommersteinpilz (Boletus reticulatus, Boletus aestivalis. 36

2.32 Strubbelkopfröhrling (Strobilomyces strobilaceus) 37

2.33 Steinpilz / Herrenpilz (Boletus edulis) 38

2.34 Wurzelnder Bitterröhrling (Boletus radicans) 39

2.35 Ziegenlippe (Xerocomus subtomentosus) 40

3. Leistlinge. 41

3.1 Eierschwamm, Pfifferling (Cantharellus cibarius ) 41

3.2 Trompetenpfifferling (Cantharellus tubaeformis) 42

3.3 Goldstieliger Pfifferling, Gelbe Kantherelle (Cantharellus lutescens) 43

3.4 Totentrompete, Herbsttrompete (Craterellus cornucopioides) 44

4. Blätterpilze. 45

4.1 Perlpilz (Amanita rubescens) 45

4.2 Dunkler Hallimasch (Armillaria ostoyae) 46

4.3 Honiggelber Hallimasch (Armillaria mellear) 47

4.4 Schopftintling Coprinus comatus. 48

4.5 Parasol Riesenschirmpilz (Macrolepiota procera) 49

4.6 Violetter Rötelritterling (Lepista nuda) 50

4.7 Mönchskopftrichterling (Clitocybe geotropa) 51

5. Weitere Arten.. 52

5.1 Semmel-Stoppelpilz (Hydnum repandum) 52

5.2 Violetter lacktrichterling (Laccaria amethystina) 53

5.3 Krause Glucke (Sparassis crispa) 54

5.4 Morchelbecherling (Disciotis venosa) 55

5.5 Lachsreizker (Lactarius salmonicolor) 56

5.6 Fichtenreizker (Lactarius deterrimus ) 57

5.7 Edelreizker (Lactarius deliciosus) 58

6. Die wichtigsten Doppelgänger.. 59

6.1 Verwechselbare Rasenbewohner 59

6.2 Champignons mit Doppelgänger 60

6.3 Drei sehr ähnliche Wulstlinge. 62

6.4 Verwechselbare Blätterpilze an Holz. 63

6.5 Braune Röhrlinge mit dickem Stiel 65

6.6 Rotporige Röhrlinge. 66

6.7 Graukappe mit Doppelgängern. 67

6.8 Korallig gebaute Keulenpilzverwandte. 69

6.9 Der Reifpilz mit Doppelgängern. 71

1.          Morchelarten

 

1.1        Halbfreie Morchel / Käppchenmorchel (Morchella gigas)

Essbar

29.04.2006

Vorkommen: April – Mai in Auenwälder, lichten Laub-Mischwäldern, in Parkanlagen, unter Gebüsch, an Fluss- oder Seeufer.

Beschreibung:
Frkp.: 5 – 15 cm hoch , der oliv – honigbraune Hut ist relativ klein und spitz – glockig, die wabenartigen Vertiefungen sind unregelmässig angeordnet mit Längs- und Querrippen unterteilt. Der Hut ist im unteren Teil frei und nicht mit dem Stiel verwachsen. Der Stiel ist weisslich – ockerlich und erheblich länger als der Hut, 8 – 30 mm dick, grobkleiig, runzelig.

Der ganze Fruchtkörper ist sehr brüchig, dünn und hohl. Geschmack und Geruch unauffällig.

 

 

 

 

 


 

 

1.2        Speisemorchel (Morchella esculentas)

Essbar

29.04.2006

Vorkommen: Ende März bis Mai in Parkanlagen, an lichten Stellen in Laubmischwäldern, Auenwälder, an Bachrändern, auf Kalk und Lehmboden häufiger als auf Sandboden oder auf sehr humusreichen Böden. Verbreitet


Beschreibung:

Hut: farblich verschieden: graugelblich, grau, braungelblich; rund oder eiförmig; mit Stiel verwachsen; 4-12cm hoch. 3-8cm breit, Oberfläche waben- oder zellartig grubig, mit unregelmässigen Rippen; Durch die Gruben und Rippen wird die Fläche der den gesamten Hut völlig bedeckenden Fruchtschicht und somit die Zahl der Sporen um ein Mehrfaches vergrössert.

Stiel: rund, weiss bis hellgelblich; unten verdickt; 4-8cm hoch, 1-2cm dick;
Stiel und Hut sind völlig hohl.

Fleisch: sehr brüchig, an Bruchstellen weisslich, wachsartig, zart; Geschmack und Geruch angenehm.

Sporen: hellgelb bis fast farblos.

Wert: Ausgezeichneter Speisepilz, sehr gut für Suppen, aber auch zum Trocknen geeignet.

 


 

 

1.3        Spitzmorchel (Morchella conica, Morchella elata)

Essbar

19.04.2004

Vorkommen:
März (mitunter auch schon im Februar) bis Mai (Juni) im Laub- und Nadelwald, an Böschungen, buschigen Hängen und Kahlschlägen, in Gärten, auf Holzlagerplätzen, Brandstellen; besonders auf Kalk- und Lehmboden, in Flussauen; vom Flachland bis ins Hochgebirge.


Beschreibung: bräunlicher Pilz des Frühjahrs mit spitzem, kegelförmigem Hut und deutlichen Längsrippen und kurzen Querrippen.

Hut: braun in verschiedenen Varianten - ganz jung mitunter fleischrosa, ansonsten graubraun, dunkelbraun, olivbraun, spitzkegelig bis walzenförmig, die fast parallel verlaufenden Längsrippen sind durch kurze Querrippen verbunden, die Zwischenräume sind wabenartig grubig vertieft. Auf diese Weise wird die Hutoberfläche, die von der Fruchtschicht völlig bedeckt ist, wesentlich vergrössert und somit auch die Anzahl der Sporen. Hutrand und Stiel sind miteinander verwachsen, Hut und Stiel sind völlig hohl, innen weisslich kleiig.
3-7cm hoch und 2-4cm breit.

Stiel: erst weisslich, aber auch fleischrötlich, später gelblich-bräunlich, rund, zylindrisch, länger oder kürzer als der Hut; glatt, in Längsrichtung leicht gefurcht; 2-10cm hoch, 1-2cm dick; mitunter an der Basis verdickt.

Fleisch: brüchig, dünn, wachsartig, geruchlos, Geschmack mild.

Sporen: farblos

 


 

2.               Röhrlinge

 

2.1        Gemeiner Birkenpilz / Kapuziner (Leccinum scabrum)

Essbar

22.08.2006

Vorkommen: Manchmal schon ab Mai bis in den November, in Gartenanlagen, Wäldern, Moorgebieten, auch auf Wiesen und Weiden, immer aber nur in Verbindung mit Birke. Ziemlich häufig.

Beschreibung:
Hut: Jung halbkugelig, dann polsterförmig gewölbt. Oberfläche matt, fein filzig, fast samtig, graubraun bis dunkel rotbraun, alt verblassend. Hutdurchmesser bis 12 cm (und grösser).

Röhren: Weisslich bis schmutzig-weisslich, an Druckstellen bräunlich. An trockenen Standorten Röhrenmündungen bisweilen graubräunlich verfärbend. Am Stiel stark ausgebuchtet angewachsen.

Fleisch: Weiss, grauweiss, dickfleischig, jung fest, schliesslich weich und wässerig. Im Schnitt nicht verfärbend.

Geruch: Angenehm pilzartig.

Geschmack: Mild.

Stiel: Bis 15 cm lang und 3 cm dick, berindet, auf weisslichem Grund mit dunkleren braunschwarzen Schüppchen dicht bekleidet. Im Schnitt nicht verfärbend.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2.2        Birkenrotkappe (Leccinum testaceoscabrum)

Essbar

Birkenrotkappe

Vorkommen:
Juni – Oktober, stets unter Birken, im Nadelwald nur, wenn Birken eingestreut sind.
Der Birkenpilz ist in Europa weit verbreitet und innerhalb des Birkenareals häufig zu finden. Sie bevorzugt heideartige Landschaften mit Birken und bemoosten oder mit Besenheide bewachsenen sauren Böden (Sand-/sandiger Lehmboden) bzw. jüngere Fichten- und Kiefernforsten mit eingestreuten Birken. Bleibt eine feuchte Wetterlage im Frühsommer/Sommer aus, wächst die Birkenrotkappe in solchen Jahren insgesamt nur spärlich.
Beschreibung: Der Hut wird 5 – 15 cm breit, ist anfänglich halbkugelförmig rund und wird später flacher. Die Huthaut ist hell graubraun bis rötlich-graubraun, später oft mehr oder weniger braun, glatt, kahl, trocken und feucht ziemlich schmierig.

Die Röhren sind in jungem Alter weiss, später grau. Im Alter können die Röhren am Hut vorgewölbt sein, um den Stiel sind sie stark eingedellt. Die Röhrenschicht ist sehr leicht vom Hutfleisch abzulösen.

Der Stiel wird 5 – 15 cm lang und 1 – 3,5 cm dick, ist schlank, weiss und dunkel bis schwarz unregelmässig geschuppt und verjüngt sich nach oben. Das Basismycel ist weiss.

Das Fleisch ist weisslich, später mehr grauweiss und bei Bruch unveränderlich. In der Jugend ist das Fleisch relativ fest, aber sehr bald, besonders bei Regenwetter wird es schwammig und wasserhaltig. Das Fleisch des Birkenpilzes wird beim Anschneiden und Kochen schwarz. Diese Verfärbung mindert den Speisewert in keiner Weise. Im Gegensatz zum Birkenpilz hat die Rotkappe auch noch den Vorteil, dass sie nur selten von Maden befallen wird. Bei Feuchtigkeit fühlt sich die sonst trockene Haut schmierig an. Der Birkenpilz ist essbar und wird vor allem in Salz oder Essig eingelegt sehr geschätzt. Auch in Mischpilzgerichten, gebraten oder gedünstet, wird er verwendet. Erfahrungen legen nah, dass Sud aus Birkenröhrlingen bei Magenbeschwerden hilfreich wirkt.

 

 


 

 

2.3        Eichenrotkappe (Leccinum quercinum)

Essbar

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Vorkommen: Juli bis Oktober unter Eichen und Buchen.

Beschreibung:

Hut: 5-20 cm breit, schön ziegelrot oder rotbraun. Jung fast kugelig, im Alter massig-polsterförmig.

Röhren: Jung weiss, später grau bis dunkelolivgrau.

Stiel: Bis 20cm lang, dick und fest mit rotbraunen Schüppchen bedeckt.

Fleisch: In der Stielbasis dunkelviolett verfärbend, ebenso beim Kochen.

Verwechslung: ungefährlich mit anderen Raufüssen Birkenrotkappe, Heidenrotkappe, Espenrotkappe.

 

 

 

 


 

 

2.4        Espenrotkappe (Leccinum aurantiacum)

Essbar

02.09.2004

Vorkommen: Sie wächst von Juni bis Oktober unter Zitterpappeln (Espen). Der Espenrotkappe sehr ähnlich ist die Eichenrotkappe (Leccinum quercinum), nur dass diese in Symbiose mit der Eiche lebt. Die meisten Rotkappen sind ausgezeichnete Speisepilze.

Beschreibung:

Die Espenrotkappe (Leccinum aurantiacum) gehört zur Gattung der Rauhfussröhrlinge (Leccinum). Ihr Vorkommen ist in den letzten Jahrzehnten stark zurückgegangen.

          Der bis zehn Zentimeter breite, meist orangerote Hut ist halbkugelig bis polsterförmig.

          Die Röhren sind gelblich bis gelbgrau.

          Der bis fünfzehn Zentimeter hohe und fünf Zentimeter breite, weissliche Stiel ist mit weissen bis orangeroten und rotbraunen Schuppen besetzt.

 

 

 


 

 

2.5        Anhängselröhrling / Gelber Bronzeröhrling (Boletus appendiculatus)

Essbar

23.08.2006

Vorkommen: In Laubwäldern unter Eichen und Buchen, auch in Parkanlagen auf Kalkböden, Sommer bis Herbst, Nicht häufig bis selten, wärmeliebend, schonenswert.

Beschreibung:
Hut: 6-18 (20) cm, hellbraun- kastanienbraun, jung halbkugelig, später polsterförmig. Oberfläche feinfilzig, später bisweilen auch felderig aufgerissen, Rand scharf, heruntergebogen und die Röhren leicht überragend.

Stiel: Zylindrisch, im unteren Teil verdickt, 5-15 cm lang, 20-50 mm dick, an der Basis etwas zugespitzt und oft sogar wurzelnd, zitronen- bis goldgelb, teilweise mit einem feinen gelben bis bräunlichem Netz, Fleisch gelb an der Stielbasis und unterhalb der Stielrinde mit rötlichem Anflug, im Schnitt schwach blauend.

Röhren: Leuchtend gelb bis zitronengelb.

Fleisch: Weisslich oder hellgelb, über den Röhren intensiver, dickfleischig, fest.

Geruch: Pilzartig angenehm.

Geschmack: Schwach nach Nüssen oder frischem Fleisch, mild.

Anmerkung: Das Vorkommen dieses Pilzes ist recht selten und könnte mit anderen Steinpilzarten verwechselt werden.

 


 

 

2.6        Aprikosenfarbener Filzröhrling (Xerocomus armeniacus)

Kein Speisepilz

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Vorkommen: Meist gesellig Sommer bis Herbst im Laubwald bevorzugt bei Kastanien und Eichen, nördlich der Alpen sehr selten

Beschreibung:
Hut: 3-7 cm, jung halbkugelig, später flach ausgebreitet, jung orangebraun, aprikosenfarben, später orangerosa. Oberfläche filzig-samtig, bei älteren Exemplaren meist felderig eingerissen.

Röhren: Freudig goldgelb bis gelb-olivlich , bei Berührung leicht blauend. Poren vieleckig und relativ gross.

Fleisch: Gelb, fest, etwas faserig.

Geruch: Unbedeutend.

Geschmack: Mild, unbedeutend.

Stiel: Bis 7 cm lang und 10-15 mm dick, zylindrisch, Basis etwas zugespitzt, gelblich, bisweilen leicht rötlich geflammt.

Anmerkung: Der Pilz ist nicht giftig, sollte jedoch nördlich der Alpen geschont werden. Deswegen als „kein Speisepilz“ deklariert.

 


 

 

2.7        Blasshütiger Röhrling (Boletus depilatus)

Kein Speisepilz

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Vorkommen: Unter Laubbäumen, besonders bei Ulmen und Hainbuchen, auf trockenen Kalkböden, Sommer bis Spätsommer, selten, standortstreu, einzeln, gesellig oder in Gruppen.

Beschreibung:
Hut: 6-15 cm, braun bis braunbeige, jung konvex, später abgeflacht. Oberfläche eingedellt wie gehämmert, fein samtig-hirschlederartig, bisweilen auch marmoriert mit bräunlichen Flecken, Rand scharf, die Röhren leicht überragend, Druckstellen nach einigen Stunden blass weinrötlich.

Stiel: Jung bauchig, später zylindrisch, 7-11 cm lang, 15-40 mm dick, an der Basis etwas spindelig bis wurzelnd, hell- bis grünlichgelb, mit einer weinrötlichen Zone mit weissen Schuppen unter der Stielspitze welche auch bis zum Röhrenansatz reichen kann, gegen Basis gelblich bis bräunlich längsfaserig, Fleisch blassgelb bis weisslich, bisweilen rötlich fleckend, nicht blauend, markig, berindet.

Röhren: Lebhaft zitronengelb, im Alter grüngelb bis gelboliv, stellenweise braunrötlich verfärbt, nicht blauend, Röhren 10-25 mm lang, ausgebuchtet, schmal angeheftet bis fast frei.

Fleisch: Weisslich bis hellgelb, über den Röhren und an der Stielspitze intensiver bis stellenweise rötend, dickfleischig, fest.

Geruch:
Praktisch geruchlos, an der Stielspitze jodartig.

Geschmack:
Schwach bitterlich, uncharakteristisch.


Anmerkung: Der Blasshütiger Röhrling ist nicht giftig, sollte jedoch auf Grund seiner Seltenheit, zumal auch das Fleisch nicht wohlschmeckend ist, nicht für Speisezwecke verwendet werden.

 


 

 

2.8        Blauender Königsröhrling    (Boletus pseudoregius)

Kein Speisepilz 

28.08.2007

Vorkommen: Sommer bis Frühherbst im Laubwald, bevorzugt bei Eichen und Buchen. Einzeln oder in kleinen Gruppen wachsend. Sehr selten.

Beschreibung:
Hut: 6-10 cm, anfangs polsterförmig-kugelig, später ausgebreitet, bisweilen wellig. Oberfläche von fast rein braun bis hin zu schön rosarötlich, fein eingewachsen faserig.

Fleisch: Jung fest, ausgewachsen weich, fast schwammig, weisslich, gelb, im Schnitt langsam blauend.

Geruch: Schwach, angenehm.

Geschmack: Mild.

Röhren: Gelb bis olivlich, bei Berührung blauend, Poren klein, rundlich bis eckig, angeheftet bis fast frei.

Stiel: Auf gelben Grund fein gelb netzig besonders gegen die Spitze, gegen die Stielbasis rötlich, zylindrisch, auch spindelig, bisweilen schwach wurzelnd. Bis 10 cm lang und 3-5 cm dick.

Anmerkung: Der Blauender Königsröhrling ist nicht giftig, sollte jedoch auf Grund seiner Seltenheit nicht für Speisezwecke verwendet werden.

 


 

 

2.9        Blutroter Filzröhrling (Xerocomus rubellus)

Essbar

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Vorkommen: Meist gesellig, Sommer bis Herbst, bevorzugt in Gärten, Parks und Grünanlagen, gerne bei Birken, Hainbuchen, und Eichen, bisweilen auch im Laubwald. Ziemlich selten

Beschreibung:
Hut: 4-8 cm, jung halbkugelig, später flach ausgebreitet, blutrot bis braunrot. Oberfläche anfangs fein filzig-samtig, später kahl.

Röhren: Jung freudig zitronengelb später gelbolivlich, bei Berührung etwas blauend. Poren klein, Mündungen eckig.

Fleisch: Gelblich, im Schnitt etwas blauend, jung fest, alt etwas schwammig. Unter der Huthaut rötlich gefärbt.

Geruch: Obstartig.

Geschmack: Mild, leicht säuerlich.

Stiel: Bis 7 cm lang, 10-15 mm dick, zylindrisch, glatt, auf gelblichem Grund rot geflammt oder überhaucht.

 

 


 

 

2.10      Flockenstieliger Hexenröhrling (Boletus erythropus)

Essbar

03.09.2004

Vorkommen: In Laub- und Nadelwäldern, besonders auf sauren Böden, vorzugsweise an lichten Stellen im Wald, teilweise ab Mai.

Beschreibung:
Hut: 5-15 (20) cm, dunkelbraun auch mit olivlichem Stich, jung halbkugelig, später konvex bis polsterförmig. Oberfläche glatt, feinfilzig, Rand glatt, scharf gelegentlich mit heller ockerbrauner Randzone und die Röhren etwas überlappend.

Stiel: Zylindrisch bis gestreckt- keulig, 5-15 cm lang, 20- 40 mm dick, auf gelbem Grund dicht rot- bis orangeflockig welche zur Spitze hin zunehmend gelblich werden, ohne Netz, voll, Basis mit gelblichem Mycelfilz, auf Druck sofort tintenblau anlaufend.

Röhren: Röhrenmündung jung gelboliv, dann bald orangerot bis orange werdend.

Fleisch: Gelb, bei Verletzung sofort tintenblau anlaufend, nach dem ausblassen wieder gelb werdend, hart, kernig.

Geruch: Uncharakteristisch.

Geschmack: Mild.

 

 


 

 

2.11      Goldröhrling (Suillus grevillei)

Essbar

05.11.2005

Vorkommen: Meist gesellig, Juni bis November, innerhalb und ausserhalb des Waldes, jedoch immer bei Lärchen. Häufige Art.

Beschreibung:
Hut: 4-12 cm, goldgelbgelb bis rötlichgelb, alt weisslichgelb verblassend. Oberfläche trocken matt, glatt, feucht klebrig bis schmierig-schleimig. Jung halbkugelig, dann konvex, alt ausgebreitet, bisweilen wellig verbogen.

Röhren: Poren schön blassgelb, bei Berührung, Verletzung bräunlichgelb verfärbend.

Fleisch: Blassgelblich, weisslichgelb, im Scheitel dunkler, dickfleischig.

Geruch: Angenehm pilzartig mit fruchtiger Komponente.

Geschmack: Mild, unbedeutend.

Stiel: Bis 8 cm lang und 2 cm dick, zylindrisch, auf gelben Grund bräunlich bekleidet. Gegen die Basis bisweilen etwas verdickt. Im jungen Zustand mit vom Stiel bis Hutrand reichenden schleimig-häutigen, bisweilen weissgeflecktem Velum.

 

 


 

 

2.12      Goldporiger Röhrling (Pulveroboletus gentilis)

Kein Speisepilz

02.09.2006

Vorkommen: Juli bis Oktober im Laubwald auf kalkhaltigen Böden, bevorzugt bei Buchen und Eichen. Gerne in Moospolstern. Selten.

Beschreibung:
Hut: 2-7 cm, jung halbkugelig, später gewölbt mit etwas heruntergebogenen Rand. Oberfläche creme, beigerosa bis rosabräunlich, feucht etwas schmierig-klebrig, trocken seidenglänzend.

Röhren: Leicht ausgebuchtet am Stiel angewachsen, freudig goldgelb leuchtend, jung bisweilen mit Gutationstropfen.

Fleisch: Weiss, unter der Huthaut etwas bräunlich, im Schnitt nicht verfärbend, elastisch, weich, dickfleischig.

Geruch: Mit leicht fruchtiger Komponente.

Geschmack: Mild, leicht säuerlich.

Stiel: Bis 7 cm lang und 12 mm dick, zylindrisch, manchmal leicht zugespitzt, an der Basis bräunlich, gegen die Spitze zunehmend in gelbe Farbtöne übergehend. Bisweilen auch etwas braunfleckig.

 


 

 

2.13      Grauer Lärchenröhrling (Suillus viscidus)

Essbar

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Vorkommen: Meist gesellig unter Lärchen, Sommer bis Herbst.

Beschreibung:
Hut: 4-10 cm, weissgrau bis schmutzig graubraun, zuerst halbkugelig, dann konvex, schliesslich flach ausgebreitet. Oberfläche feucht schmierig, trocken matt, uneben. Rand lange eingerollt und mit häutigen Velumresten behangen.

Röhren: Poren jung weisslich, schliesslich braungrau, auf Druck nur leicht verfärbend. Röhren am Stiel etwas herablaufend.

Fleisch: weisslich, grauweiss, blass, etwas schwammig, dickfleischig.

Geruch: Angenehm, mit fruchtiger Komponente.

Geschmack: Mild, fade, unbedeutend.

Stiel: Bis 8 cm lang und 2 cm dick, zylindrisch, mit häutiger, bald vergänglicher Ringzone, trocken, faserig, weissgrau bis bräunlich.

 

 


 

 

2.14      Hainbuchenröhrling (Leccinum carpini )

Essbar

23.06.2007

Vorkommen: Sommer bis Herbst, unter Hainbuchen und Espen, selten auch unter anderen Laubbäumen, nicht häufig

Beschreibung:
Hut: 4-10 (15)cm, hellbraun, braun, porphyrbraun, manchmal auch mit olivlichen bis gelblichen Farbtönen. Jung oft runzelig, alt meist rissig-felderig.

Röhren: Schmutzig-weisslich, schwärzend, Mündungen zuerst weisslich dann graugelblich.

Fleisch: Dickfleischig, ziemlich fest, im Schnitt zuerst rötlich dann violett-schwärzlich verfärbend.

Geruch: Schwach, angenehm pilzartig.

Geschmack: Mild.

Stiel: Bis 15 cm lang und 2-4 cm dick, berindet, auf weissgelblichen Grund mit dunkleren Schüppchen besetzt. Im Schnitt schwärzend, an der Basis bisweilen mit grünlichen Farbtönen.

 


 

 

2.15      Hasenröhrling (Gyroporus castaneus)

Kein Speisepilz

31.07.2005

Vorkommen: Sommer bis Herbst, in Laub- und Nadelwäldern, besonders unter Eichen, selten.

Beschreibung:
Hut: 3-6 (10)cm, jung halbkugelig, später ausgebreitet, gelbbraun, zimtbraun, rostbraun, jung dunkler. Oberfläche trocken, filzig, hirschlederartig.

Röhren: Eng, am Stiel ausgebuchtet angewachsen bis frei, jung weiss, später gelblichgrün.

Fleisch: Dickfleischig, fest, weiss.

Geruch: Angenehm.

Geschmack: Mild.

Stiel: Bis 6 cm lang und 8-15 mm dick, keulig, gekammert hohl, markig, sehr gebrechlich, berindet, dem Hute gleichfarbig

Anmerkung: Der Pilz ist nicht giftig und wird infolge seiner Seltenheit nicht zu den Speisepilzen gezählt. Die Art ist unbedingt zu schonen.

 

 


 

 

2.16      Gallenröhrling (Tylopilus felleus)

kein Speisepilz

14.09.2006

Vorkommen: Juli – Oktober vor allem im Kiefern- und Fichtenwald, aber auch im Laubwald; besonders auf sauren, seltener auf Kalkböden; weit verbreitet, vom Flachland bis in die Kammlagen der Mittelgebirge, jedoch in höheren Gebirgslagen fehlend.
Kurzbeschreibung: Steinpilzähnlicher Röhrling mit hell- oder dunkelgraubraunem Hut, ockerbräunlichem Stiel mit deutlich dunklerem adrigen Netz, blassrosa Röhren und sehr bitterem Fleisch.

Hut: anfangs halbkugelig, später polsterförmig bis ausgebreitet; hell- bis dunkelgraubraun; feinfilzig, evtl. auch kahl; bei Trockenheit feinfeldrig reissend, trocken matt, feucht leicht schmierig; 5 – 12 (-20)cm breit; Huthaut nicht abziehbar

Röhren: zuerst fest, kurz, weiss, eng (einem
Steinpilz sehr ähnlich!), dann blass oder grau rosa; an Druckstellen hell weinrötlich bis rostig verfärbend; alt schwammig vorgewölbt; am Stiel eingebuchtet; leicht vom Fleisch lösbar; 1 – 2,5cm lang.

Stiel: hellbräunlich; bis 15cm lang und 4cm breit; keulig; am Grunde bauchig verdickt; von bräunlichem, groben, mit dem Finger z.T. deutlich fühlbarem Netz überzogen; bei Berührung dunkelbraun verfärbend.

Fleisch: anfangs fest, später weich oder schwammig; weiss; im Stiel etwas faserig; im Schnitt kaum verfärbend; Geruch angenehm pilzig; Geschmack meist sehr bitter (kann schon durch Lecken an einer Schnittstelle deutlich festgestellt werden.

Sporenpulver: rosa

Wert: ungeniessbar, weil zu bitter; ein einziger
Pilz verdirbt ein ganzes Pilzgericht; Bitterkeit kann nicht durch Erhitzen oder Trocknen beseitigt werden. In grösseren Mengen giftig – ruft Verdauungsstörungen (Pilzindigestion) hervor.

Symptome: nach wenigen Minuten bis 24 Stunden Übelkeit, Völlegefühl, Brechreiz, Durchfall. Auch ohne Therapie Genesung nach ca. 2 – 3 Tagen. Der Pilz ist jedoch so bitter, dass Vergiftungen sehr selten sind. Die Bitterkeit gab dem Pilz auch seinen Namen: felleus leitet sich ab vom lateinischen fel – Galle.

Verwechslungsmöglichkeit: Der Gallenröhrling sieht in allen Wachstumsstadien dem Steinpilz meist sehr ähnlich, jedoch ist der Stiel des Steinpilzes mit einem (im Gegensatz zum Gallenröhrling) nur sehr feinen und weissen Netz überzogen, seine Röhren sind nicht rosa, sondern zunehmend gelb-grünlich. Nur im sehr jungen Zustand sind die Röhren fast weiss und denen des Gallenröhrlings somit sehr ähnlich. Im Zweifelsfall: Kostprobe (lecken oder ganz vorn an der Zungenspitze ein kleines Stück kauen – ohne zu schlucken!

 


 

 

2.17      Kiefernsteinpilz (Boletus pinophilus )

Essbar

Vorkommen: In Nadel- und Nadel-Laubmischwäldern auf trockenen, sauren Böden, bei Pinus-Arten, besonders bei Pinus silvestris (Gemeine Waldkiefer), Vorsommer – Herbst.

Beschreibung:
Hut: 4-30 cm, purpurbraun bis braunrot, jung halbkugelig, später konvex-polsterförmig. Oberfläche glatt, feinsamtig- matt, runzelig – höckerig, Rand scharf und Röhren etwas überragend.

Stiel: Zylindrisch oder bauchig, kräftig, 5-15 cm lang, 40-70 mm dick, rötlichbraun gefleckt, im oberen Teil weisslich genetzt gegen die Basis dunkler.

Röhren: Röhrenmündung jung weisslich bis leicht gelblich getönt, dann bald gelbbräunlich mit Olivton, Röhren 10-25mm grünlichgelb, gut ablösbar, ausgebuchtet angewachsen.

Fleisch: Weiss, unter der Huthaut rosabräunlich, jung fest, alt schwammig.

Geruch: Harzig- würzig.

Geschmack: Mild, schwach pilzartig.

 


 

 

2.18      Königsröhrling (Boletus regius)

Kein Speisepilz

30.08.2006

Vorkommen: Sommer bis Herbst, grasige Laubwälder (Eiche, Buche), einzeln oder in Gruppen. Nördlich der Alpen sehr selten, gilt als Rarität, geschützte Art.

Beschreibung:
Hut: 6-15 cm, anfangs polsterförmig-kugelig, später ausgebreitet, rosa, blutrot, rotbraun überfasert, alt rosalila.

Fleisch: Fest, hart, gelb, unter der Huthaut rötlich, nicht blauend.

Geruch: Schwach, angenehm.

Geschmack: Mild.

Röhren: Zitronen- bis goldgelb, sehr eng, fein, angeheftet bis fast frei.

Stiel: Leuchtend zitronengelb, in Stielbasis etwas rosa, oben fein gelb netzig.


Anmerkung: Der Königsröhrling ist nicht giftig. In der Schweiz ist er seit August 2000 geschützt und darf daher nicht gesammelt werden.

 

 


 

 

2.19      Körnchenröhrling (Suillus granulatus)

Essbar

20.07.2005

Vorkommen: Gesellig, gruppenweise, Sommer bis Herbst, oft in Gärten, Grünanlagen, Friedhöfen und Parks, bisweilen auch innerhalb des Waldes, bei Kiefern. Häufig und standorttreu.

Beschreibung:
Hut: 4-10 cm, zuerst halbkugelig, dann konvex, schliesslich flach ausgebreitet. Oberfläche jung schleimig, später feucht etwas klebrig, trocken matt, Huthaut leicht abziehbar.

Röhren: Poren jung blassgelb, bei feuchter Witterung milchweisse Gutationstropfen absondernd, später ockerlich bis gelbbraun.

Fleisch: Blassgelb, weissgelb, jung fest und zart, schon bald aber schwammig werdend, dickfleischig.

Geruch: Unbedeutend.

Geschmack: Mild, fade, unbedeutend.

Stiel: Bis 8 cm lang und 2 cm dick, zylindrisch, weisslichgelb, jung Spitze mit weisslichen Gutationstropfen besetzt.

 

 


 

 

2.20      Maronenröhrling (Xerocomus badius)

Essbar

31.08.2006

Vorkommen: Juni bis spät in den November im Laub- und Nadelwald, meist gesellig, bisweilen auch einzeln wachsend. Häufige Art.

Beschreibung:
Hut: 4-1 cm, jung halbkugelig, bald flach gewölbt, alt ausgebreitet mit bisweilen etwas aufgebogenen Rand. Oberfläche trocken filzig, samtig, feucht schmierig bis schleimig.

Röhren: Angewachsen bis etwas herablaufend. Jung weisslich-gelb, später grüngelb. Bei Berührung und Druck blauend. Leicht vom Hutfleisch ablösbar.

Fleisch: Weisslich mit gelblicher Komponente, im Schnitt blauend. Jung fest, alt weich, schwammig, feucht.

Geruch: Leicht obstartig.

Geschmack: Mild, angenehm.

Stiel: Bis 8 cm lang und 1-3 cm dick, zylindrisch oder bauchig, Basis bisweilen etwas zugespitzt. Auf gelblichem Grund bräunlich überfasert oder marmoriert.

 

 


 

 

2.21      Weisslicher Moor-Birkenpilz (Leccinum holopus)

Essbar

Leccinum_holopus

Vorkommen: Juni bis November, nur bei Birken, auf sauren Böden, in moorigen Wäldern und heideartigen Gebieten, selten.

Beschreibung:
Hut: Jung halbkugelig, dann polsterförmig gewölbt. Oberfläche matt, etwas samtig, weisslich bis cremeweisslich, oft mit blau bis graugrünen Farbtönen, zumindest fleckenweise, bis 6 cm gross.

Fleisch: Weich, schnell wässerig, dick, weiss, in der Stielbasis blaugrün verfärbend.

Geruch: Angenehm, schwach.

Geschmack: Mild, fade.

Röhren: Weiss dann schmutzig-grauweisslich, polsterförmig, am Stiel stark ausgebuchtet angewachsen.

Stiel: 5-12 x 1-2 cm. Weiss bis graulich, mit weissen bis hell bräunlichen Schüppchen bekleidet.

 


 

 

2.22      Nadelholzröhrling (Buchwaldoboletus lignicola)

Kein Speisepilz

27.08.2005

Vorkommen: Sommer bis Herbst, im Laub- und Nadelwald auf Holzabfällen, an morschem Holz, an feuchten Stellen. Sehr selten.


Beschreibung:
Hut: 3-8 cm gewölbt bis flach ausgebreitet, stark schleimig mit in der Randzone im Schleim schwimmenden weissen Schüppchen die im Alter verschwinden, Huthaut abziehbar, cremefarben bis ockerlich, in der Mitte etwas dunkler.

Röhren: Lange blass später lehmbräunlich, gerade angewachsen bis schwach herablaufend

Fleisch: Blass in der Stielbasis bräunlich.

Geruch: Leicht rettichartig

Geschmack: Etwas rettichartig

Stiel: 3-10 cm lang 4-8mm breit, trocken, weisslich, jung bis zur Ringzone flockig bis schuppig Basis bräunlich.

 

 


 

 

2.23      Netzstieliger Hexenröhrling (Boletus luridus)

kein Speisepilz

21.07.2007

Vorkommen: In Laub- und Nadelwäldern, bei Buchen, Birken und Linden Parkanlagen, Strassenrändern besonders auf kalkhaltigen Böden, vorzugsweise an lichten Stellen im Wald, Sommer- Herbst teilweise ab Juni, verbreitet.

Beschreibung:
Hut: 6- 13 (20) cm, schmutzig- ocker bis dunkel- olivbraun, an Schneckenfrasstellen rötlich, auch mit olivlichem Stich, jung halbkugelig, später polsterförmig und abgeflacht. Oberfläche glatt, wildlederartig- matt, mit orange- oder olivtönen, Rand glatt, scharf.

Stiel: Jung knollig später zylindrisch – bauchig, mit zugespitzter Basis, 5-15 cm lang, 10-40 mm dick, gelblicher Grund mit einem roten Adernetz aus rötlichen bis gelbrötlichen, langgestreckten Maschen, unterer Teil nur noch teilweise mit Netz überzogen, purpur- bis weinrötlich, auf Druck grünblau verfärbend.

Röhren: Mündungen jung gelboliv, dann bald orangerot bis orange, Röhren gelb bis olivgelb und auf Druck grünblau fleckend, gut ablösbar.

Fleisch: Gelblich, bei Verletzung blauend und später wieder verblassend, jung kernig, alt schwammig und weich.

Geruch: Angenehm pilzartig.

Geschmack: mild.

 


 

 

2.24      Pfefferröhrling (Chalciporus piperatus)

kein Speisepilz

06.10.2004

Vorkommen:
Der Pilz ist eher selten und wächst gerne am Rand von Nadelwäldern. Zu finden ist er von Juni bis Oktober. Wegen seiner geringen Grösse wird er oft übersehen.

Hut:
Der Hut erreicht selten mehr als fünf Zentimeter im Durchmesser. Die Farbe reicht von Gelb bis Rotbraun. Bei jungen Exemplaren ist er in der Seitenansicht halbrund, ältere sind polsterförmig abgeflacht. Die Haut ist bei feuchtem Wetter klebrig-glänzend.

Röhren:
Am Stiel laufen sie etwas herab und sind gelb-rötlich. Bei jungen Exemplaren sind die Poren oft zimtrot. Die Poren sind zum Stiel hin grösser als am Hutrand.

Stiel:
Er erreicht höchstens sechs Zentimeter und einen im Durchmesser. Die Farbe ist oft identisch mit der des Hutes. Beim Durchschneiden zeigt sich das feste gelbe Pilzfleisch.

Bemerkungen:
Junge Pilze geben Pilzgerichten einen pfeffrigen Geschmack. Es sollten aber nicht mehr als zwei bis drei junge Pilze pro Gericht verwendet werden. -> Steinpilzanzeiger

 

 

 


 

 

2.25      Ringloser Butterpilz (Suillus collinitus)

Essbar

02.11.2005

Vorkommen: Meist gesellig, Sommer bis Herbst, oft in Gärten, Grünanlagen und Parks, bisweilen auch innerhalb des Waldes, immer bei zweinadeligen Kiefern. Ortshäufig, standorttreu.

Beschreibung:
Hut: 4-12 cm, zuerst halbkugelig, dann konvex, schliesslich flach ausgebreitet. Oberfläche feucht etwas klebrig, trocken matt, seidigfaserig eingewachsen, rotbraun, kastanienbraun. Rand lange eingerollt.

Röhren: Poren jung schön gelb, schliesslich braun-olivlich, bei Berührung, Verletzung bräunlich verfärbend.

Fleisch: Blassgelblich, weisslichgelb, dickfleischig.

Geruch: Angenehm, mit fruchtig-säuerlicher Komponente.

Geschmack: Mild, fade, unbedeutend.

Stiel: Bis 8 cm lang und 2 cm dick, zylindrisch, trocken, Spitze gelblich, darunter bräunlich. Basis +- rosa mit rosafarbenen Mycelfilz.

 

 


 

 

2.26      Rotfussröhrling (Xerocomus chrysenteron)

Essbar

05-09-16-pilze-f-02

Vorkommen: Einzeln oder gesellig schon früh im Jahr bis in den Spätherbst auf sauren Waldwiesen, im Laub- und Nadelwald, sehr häufig

Beschreibung:
Hut: 3-12 cm, grau-, gelb-, rötlich- oder olivbräunlich, ockergrau, oft fedrig rissig, filzig.

Röhren: Poren gelb bis grünlichgelb, alt olivlich. Auf Druck leicht blauend

Fleisch: Gelblich, unter der Huthaut rötlich, etwas blauend.

Geruch: Fruchtig, säuerlich.

Geschmack: Säuerlich.

Stiel: Bis 8 cm lang und 10-25 mm dick, zylindrisch, auf gelben Grund mit roten Pusteln besetzt oder rotfleckig gefärbt. Gegen die Basis etwas verdickt oder zugespitzt. Bei Berührung meist blaufleckig werdend.

 

 


 

 

2.27      Satansröhrling (Boletus satanas)

Giftig

17.08.2006

Vorkommen: In Laubwäldern bei Buchen, auf kalkhaltigen Böden, Sommer- Herbst, nicht häufig bis selten aber standortstreu, örtlich gesellig .

Beschreibung:
Hut: 10-25 (30)cm, zuerst schmutzig-weisslich bis hell beigegrau, braunfleckig, lang halbkugelig, später polsterförmig-flach, unregelmässig wellig-buckelig. Oberfläche glatt, seidenmatt, etwas glänzend, fein angedrückt filzig, bis kahl und leicht klebrig, cremefarben bis weisslich und hellbraunen bis olivlichen Stellen, Rand scharf und die Röhren überragend.

Stiel: Jung kurz und stark dickbauchig, später sich nur wenig streckend, keulig, selten fast zylindrisch werdend und dann meist mit aufgeblasener Basis. An der Spitze goldgelb, zitronengelb, darunter zunehmend karminrot, sehr selten auf der ganzen Länge blutrot. Spitze und obere Stielzone mit rötlichem bis hellgelben, sehr feinen Netz, Stielspitze im Schnitt gelblich.

Röhren: Mündungen jung gelb, dann rot werdend, orangerot gegen den Hutrand, bis 25mm, olivgrün bis gelb, Röhrenboden gelb.

Fleisch: Weiss bis hellgelb, zuerst kernig dann schwammig, schwach blauend und dann entfärbend.

Geruch: Unangenehm bis stinkend, aasartig.

Geschmack: Mild, nicht unangenehm.

 

 


 

 

2.28      Schönfussröhrling (Boletus calopus)

Kein Speisepilz

24.07.2005

Vorkommen: In Laub- und Nadelwäldern unter Fichten, Eichen und Buchen, auf sauren, sandigen, nährstoffarmen oder lehmigen Böden, Sommer bis Herbst, ortshäufig, sonst zerstreut bis selten.

Beschreibung:
Hut: 5-15 (20) cm, hellbraun, weissgrau bis olivbraun, jung halbkugelig, später polsterförmig abgeflacht. Oberfläche matt, samtig, Rand scharf, im Alter abgerundet und von den Röhren zurückstehend.

Stiel: Knollig-bauchig bis zylindrisch, im unteren Teil verdickt und zugespitzt, 5-15 cm lang, 20-50 mm dick, an der Basis etwas zugespitzt und oft sogar wurzelnd, gegen Stielspitze gelb darunter kräftig karminrot, vor allem an der Stielspitze mit einem feinen hellem bis bräunlichem Netz, Fleisch gelb an der Stielbasis unterhalb der Stielrinde mit rötlichem Anflug.

Röhren: Lebhaft gelb, klein, ausgebuchtet angewachsen.

Fleisch: weisslich, cremefarben, mit unangenehm bitterem Geschmack, Schnittstellen blauend, dickfleischig, jung fest später schwammig.

Geruch: Unbedeutend.

Geschmack: Bitter.
Anmerkung: Aufgrund der gelben Poren, des genetzten gegen die Basis roten Stieles, des hellen Hutes und des bitteren Geschmacks ist der Pilz gut zu bestimmen.

 


 

 

2.29      Schwarzblauender Röhrling (Boletus pulverulentus)

Essbar

16.09.2006

Vorkommen: Meist gesellig Sommer bis Herbst im Laub- und Nadelwald, nicht überall aber ortshäufig

Beschreibung:
Hut: 4-12 cm, hellbraun bis dunkelbraun, etwas filzig, feucht klebrig.

Röhren: Poren freudig gelb, bei Berührung sofort dunkelblau-schwarz verfärbend

Fleisch: Gelb, Schnitt- und Druckstellen sofort dunkelblau

Geruch: Angenehm.

Geschmack: Mild, angenehm.

Stiel: Bis 8 cm lang und 10-25 mm dick, zylindrisch, Basis etwas zugespitzt, oben gelb, abwärts rötlichbraun, wie bereift. Druckstellen dunkelblau verfärbend.

 

 


 

 

2.30      Schwarzhütiger Steinpilz (Boletus aereus)

Essbar

25.08.2006

Vorkommen: Mai bis Oktober, besonders unter Eiche und Edelkastanie, nördlich der Alpen eher selten, nur an wärmebegünstigten Lagen.

Beschreibung:
Hut: Fast schwarz-schokoladenbraun, 5-15 cm, polsterförmig, feinsamtig-matt, fleischig.

Fleisch: weiss

Geruch: angenehm.

Geschmack: Nussartig.

Röhren: Weiss dann gelb, nicht blauend.

Stiel: 5-15 x 3-5 cm. +- braun, mit feiner brauner Netzzeichnung.

 

 


 

 

2.31      Sommersteinpilz (Boletus reticulatus, Boletus aestivalis

Essbar

04.06.2005

Vorkommen: In Laubwäldern, besonders in der Nähe von Eichen und Buchen, auf kalkhaltigem Untergrund, Sommer bis Herbst, häufig schon ab Juni, verbreitet.

Beschreibung:
Hut: 8-30 cm, hell milchkaffebraun bis dunkel tabakbraun, jung halbkugelig, später abgeflacht und polsterförmig. Oberfläche glatt, feinfilzig wildlederartig, bei Trockenheit bisweilen auch rotfelderig aufgerissen, Rand wulstig, stumpf.

Stiel: Bauchig oder keulig, 10-15 cm lang, 20-40 mm dick, auf der ganzen Länge mit einer feinen Netzzeichnung, voll.

Röhren: Jung weiss bis grauweiss, im Alter grüngelb bis olivgrün, mit rötlichen Tönen gegen den Hutrand.

Fleisch: Weiss und fest, über den Röhren hellbräunlich.

Geruch: Angenehm pilzartig.

Geschmack: Nussartig, mild.

 

 


 

 

2.32      Strubbelkopfröhrling (Strobilomyces strobilaceus)

Kein Speisepilz

14.09.2006

Vorkommen: Sommer bis Herbst, vereinzelt, im (meist älteren) Laub- und Nadelwald, an Waldrändern, ohne besondere Ansprüche, doch kaum im Jungwald, in Schonungen und reinen Fichtenforsten anzutreffen.

Beschreibung:
Hut: 7-13 cm, jung halbkugelig, dann dickfleischig-polsterförmig aufschirmend, die grauschwärzliche, rau-wollige Oberfläche bald grobschollig-spitzschuppig bis derb-zottig-faserschuppig aufbrechend und den weisslich- bis silbergrau-fasrigen Untergrund freigebend. Rand die Röhrenschicht deutlich überragend und graufasrig-wollig behangen.

Stiel: Zylindrisch oder gegen die Spitze breiter werdend, Oberfläche grobflockig, darunter schorfig-längsfasrig berindet, Farbe schmutziggrau, Basis dunkler, Spitze über der hellen, wattig-fasrigen Ringzone weisslich bis silbergrau.

Röhren: Breit, am Stiel weit ausgebuchtet angewachsen, auch mit Zahn herablaufend, alt auch polsterförmig vorgewölbt. Farbe hell-rauchgrau bis graubraun, die unregelmässig eckig-rundlichen Röhrenmündungen bald schmutzig nachdunkelnd.

Fleisch: Weich, fest, im Stiel fasrig, weisslich, silbergrau, im Schnitt schmutzig-rosa verfärbend und violettbraun bis schwarz nachdunkelnd.

Geruch: Schwach, muffig.

Geschmack: Unangenehm muffig-erdig-säuerlich.

 


 

 

2.33      Steinpilz / Herrenpilz (Boletus edulis)

Essbar

28.09.2007

Vorkommen: In Laub- und Nadelwäldern, besonders in der Nähe von Picea, Sommer bis Herbst, häufig.

Beschreibung:
Hut: 6- 25 (30) cm, dattel- bis rehbraun auch mit rotbraunem Stich, jung halbkugelig, später konvex bis abgeflacht und polsterförmig. Oberfläche glatt, feinfilzig wildlederartig, bei Trockenheit bisweilen auch felderig aufgerissen, Rand glatt und lang heruntergebogen.

Stiel: Bauchig in Alter zylindrisch, bauchig oder keulig, 5-15 cm lang, 20- 80 mm dick, zur Basis und zum Hut verjüngt, in der oberen Hälfte mit einem feinen Netzzeichnung, voll, längsfaserig, oft rotbraun überhaucht.

Röhren: Jung weiss, im Alter gelb bis olivgrün.

Fleisch: Weiss und fest, über den Röhren rosabräunlich.

Geruch: Angenehm pilzartig.

Geschmack: Nussartig, mild.

 


 

 

2.34      Wurzelnder Bitterröhrling (Boletus radicans)

Kein Speisepilz

29.08.2004

Vorkommen: In Laubwäldern bei Eichen, Buchen, Linden und anderen, auf trockenen, kalkhaltigen Böden, auch in Parkanlagen und Alleen, Sommer- Herbst, verbreitet.

Beschreibung:
Hut: 10-25 cm, zuerst schmutzig-weisslich bis hell beigegrau, braunfleckig, jung halbkugelig, knollig, später ausgebreitet-polsterförmig. Oberfläche unregelmässig grubig vertieft, fein filzig, bei Berührung und Druckstellen zuerst schwach grünblau dann braunfleckig, Rand die Röhren überragend.

Stiel: Knollig, später bauchig bis keulig, kräftig, 5-14 cm lang, 40-70 mm dick, Basis zugespitzt bis wurzelnd, jung hellgelb mit gelblichem Netz, teilweise auch schwach rot gegürtelt, im Alter zunehmend bräunlich gelb, mit bräunlichem Netz, teilweise rotfleckig, auf Druck blauend .

Röhren: Röhrenmündung jung leuchtend zitronen- bis goldgelb , dann gelbbräunlich mit Olivton, auf Druck blauend, Röhren 10-25mm gleichfarbig, blauend, am Stiel stark niedergedrückt, fast frei.

Fleisch: Weisslich bis hellgelb, sofort blauend und bald wieder ausblassend, dickfleischig.

Geruch: Schwach unangenehm . Geschmack: Mild, bald bitterlich.

 

 


 

 

2.35      Ziegenlippe (Xerocomus subtomentosus)

Essbar

20.10.2001

Vorkommen: Sommer bis Herbst, in Laub- und Nadelwäldern, verbreitet

Beschreibung:
Hut: 4-12 cm, gelb-oliv bis dunkel braungelb, filzig, alt und trocken oft rissig gefedert.

Röhren: Poren weit, Mündungen jung goldgelb, alt olivgelb.

Fleisch: Dickfleischig, weisslich bis gelblich, nicht oder nur wenig blauend.

Geruch: Fruchtartig.

Geschmack: Mild.

Stiel: Bis 10 cm lang und 10-25 mm dick, zylindrisch, bisweilen verbogen, längsfaserig, holzbräunlich. Gegen die Basis etwas verdickt.

 

 

 


 

3.               Leistlinge

 

3.1        Eierschwamm, Pfifferling (Cantharellus cibarius )

Essbar

21.08.2005

Vorkommen: Bereits ab Mai bis in den Spätherbst, in Laub- und Nadelwäldern, häufig.


Beschreibung:
Hut: 3-15 cm, orangegelb bis dottergelb, bisweilen weisslich, jung konvex mit fast eingebogenen Rand, später trichterig vertieft und scharfen Hutrand.

Stiel: 3-8 cm lang, 0.8-4.0 cm dick, dem Hute gleichfarbig.

Leisten: Herablaufend, dicklich, gegabelt, wie der Hut gefärbt.

Fleisch: Weisslich bis gelblich, im Stiel oft etwas faserig, bis 1.5 cm dick.

Geruch: Schwach, angenehm.

Geschmack: Mild bis leicht pfefferig.

 

 

 


 

 

 

3.2        Trompetenpfifferling (Cantharellus tubaeformis)

Essbar

Trompetenpfifferling_Teufelskanzel

Vorkommen: August bis Dezember, in Laub- und Nadelwäldern, gerne in und bei Moospolstern, häufig.


Beschreibung:
Hut: 3-7 cm., jung braungelblich, konvex, genabelt, leicht filzig, Rand eingebogen, später tief trichterförmig und nach graubraun bis schwarzbraun verfärbend, Rand wellig werdend und bisweilen aufreissend.

Stiel: 2-7 cm lang, 0.3-0.8 cm dick, hohl "durchbohrt", zusammengedrückt, gelblich, auch bei jungen Exemplaren heller als der Hut.

Leisten: Herablaufend, dick, entfernt, verzweigt, gelblich, hellgrau bereift.

Fleisch: Dünn, weisslich bis gelblich.

Geruch: Schwach, nicht artkennzeichnend.

Geschmack: Mild.

 

 

 


 

 

 

3.3        Goldstieliger Pfifferling, Gelbe Kantherelle (Cantharellus lutescens)

Essbar

12.10.2005

Vorkommen: Die Fruchtkörper erscheinen im August bis November, bei nasser Witterung auch schon im Juli.

Merkmale:
Der Fruchtkörper ist trompetenförmig, fünf bis zehn Zentimeter hoch, fleischig-häutig mit welligem Rand.

Hut: hat eine gegabelte Mitte und ist teilweise durchbohrt. Die Oberfläche ist gelb- bis orangebraun.

Stiel: leuchtend gelb und hohl.

Fleisch: weisslich und brüchig. Das Hymenophor (die Fruchtschicht) besteht aus aderig-runzeligen Leisten, die teilweise anastomosieren (durch Querleisten verbunden sind).

Geruch: intensiv und fruchtartig.

Lebensweise:
Der Starkriechende Pfifferling ist ein Mykorrhizapilz, der vor allem mit Fichten, aber auch mit Tannen- oder Kiefernarten vergesellschaftet sein kann. Er kommt in bodensauren, mässig- bis deutlich feuchten Wäldern auf nährstoff- und basenarmen Böden vor.

Ähnliche Arten:
Die Art kann mit anderen, ebenfalls essbaren Arten aus der Gattung der Leistlinge vor allem dem nahe verwandten Trompetenpfifferling (Cantharellus tubaeformis), sowie der Totentrompete (Craterellus cornucopioides) verwechselt werden.

 

 


 

 

3.4        Totentrompete, Herbsttrompete (Craterellus cornucopioides)

Essbar

02.11.2006

Vorkommen: August- Dezember oft büschelig und scharenweise meist unter Buchen und Eichen, seltener im Nadelwald, vor allem auf lehmigen und kalkhaltigen Böden, verbreitet in den Moränengebieten des Flachlandes, jedoch seltener in Sand- und Moorgebieten, in Europa weit verbreitet.


Beschreibung:
Fruchtkörper: Bis 20 cm hoch und 3-8 cm breit, dunkelgrau, graubraun, schieferschwarz, bisweilen mit dunkelbraunen, angedrückten Schuppen, jung röhrenförmig mit eingebogenen Rand, später trichterförmig, trompetenförmig, ausgewachsen bald ausgebreitet mit flatterigem Rand.

Stiel: Hohl, zur Basis hin verjüngt, schwärzlich, Länge nicht klar definierbar (langsam von der Stiel- in die Fruchtschichtzone übergehend).

Hymenium (Fruchtschicht): Grau, aschgrau, bisweilen etwas runzelig.

Fleisch: Grauschwarz, längsfaserig, +- elastisch, 1-2 mm dick. Geruch: Angenehm, aromatisch. Geschmack: Mild, würzig.

Verwechslungsmöglichkeit: Mit dem „Grauer Leistling“ / „Grauer Pfifferling“, auch der graue Leistling ist essbar und schmeckt ähnlich wie die Herbsttrompete

 

 


 

4.               Blätterpilze

4.1        Perlpilz (Amanita rubescens)

Essbar

Bild:Amanita rubescens 4.jpg

Vorkommen: Wälder aller Art, ab Juni.

Der Perlpilz (Amanita rubescens) ist ein Speisepilz aus der Gattung der Wulstlinge (Amanita), der von laienhaften Pilzsammlern leicht mit dem tödlich giftigen Pantherpilz (Amanita pantherina) verwechselt werden kann, daher ist bei seinem Verzehr bzw. beim Sammeln dieses Pilzes höchste Vorsicht geboten. Zu unterscheiden ist der Perlpilz vom Pantherpilz durch seine rosarote bis rötliche Verfärbung, die er an verletzten Stellen aufweist und die beim Pantherpilz immer fehlen.

Der Perlpilz enthält, wie viele Pilze, hitzelabile Magen-Darm-Gifte und Hämolysine, die nur wirken, wenn er roh verzehrt wird.

Eindeutige Erkennungsmerkmale des Perlpilzes sind hervorgehoben.

Hut: 3-15 cm breit, anfangs fast rund, später abschirmend, Huthaut abziehbar, fleischbraun bis rotbraun, mit weisslichen oder hellroten Velumresten (= Flocken, ähnlich wie beim Fliegenpilz). Hutrand nicht gerieft.

Lamellen: Weiss, rotbraunfleckig.

Stiel: Bis 15cm hoch, weisslich mit rotbraunen Flecken oder Streifen. Ring gerieft. Basis zwiebelartig verdickt.

Fleisch: Weiss, langsam rötend, oft madig.

 

 


 

 


4.2        Dunkler Hallimasch (Armillaria ostoyae)

Speisepilz nach Vorbehandlung

05.11.2006

Vorkommen: Früher Sommer bis Spätherbst, an lebendem und totem Holz, meist Picea, sehr häufig, meist in grossen, kräftigen Büscheln.

Beschreibung:
Hut: 5-12(-20)cm, jung kräftig stumpfkeglig bis halbkuglig mit nach unten eingerolltem, scharfem Rand, beim Aufschirmen oft noch mit gelblichen Velumfäden behangen. Aufgeschirmt unregelmässig eingedellt, mit fleischiger, meist dunkler Mitte. Vor allem in der Hut-Mitte mit vielen sehr feinen, harten, abstehenden, dunkelbraunen bis schwärzlichen Schüppchen besetzt, am Rand weniger oder alt fehlend. Farbe hell ockerlich-fleischfarben bis satt braun, Rand alt fast weisslich, dünn, hygrophan durchscheinend, fein gerieft, oft flattrig verbogen.

Stiel: Jung fest und zäh, alt hohl und etwas brüchig, grob-fasrig-weissflockig, über der festen, abstehenden, weisslichen Manschette cremeweiss, fein gerillt, darunter gegen die Basis dunkelbraun bis schwärzlich werdend und meist zäh-büschlig zu mehreren Exemplaren verwachsen. Manschette mit Resten des gelblichen Velum, Unterseite mit einzelnen, schwärzlichen Flocken besetzt, ebenso wie der Stiel.
Lamellen: Jung weiss, dann creme-grau, dünn, derb und zäh, am Stiel angeheftet und feinst herablaufend, dadurch am Stiel über dem Ring ein leichtes Rillmuster bildend. Im Alter vom Stiel ablösend und brau oder rot fleckend. Schneiden glatt.

Fleisch: Weiss, im Alter creme-bräunlich.

Geruch: Schwach harzig-pilzig.

Geschmack: aromatisch-mild, etwas harzig, nach einigem Kauen im Rachen plötzlich heftig unangenehm kratzend, Speichelfluss anregend und zusammenziehend.
Anmerkung: Der dunkle Hallimasch ist roh giftig.
Vor dem Verzehr sind die Hüte (der Stiel ist zu zäh) unbedingt abzubrühen und das Kochwasser anschliessend wegzuschütten.

 

 


 

 


4.3        Honiggelber Hallimasch (Armillaria mellear)

Essbar nach Vorbehandlung

09.10.2007

Vorkommen: Spätsommer bis sehr spät in den Herbst, an lebendem oder totem Holz, meist von Laubbäumen, häufig und meist büschelig und zahlreich.

Beschreibung:
Hut: 5-12 cm, jung kugelig-hart oder flachgedrückt-kugelig mit sehr weit nach unten eingerolltem, scharfem Rand, beim Aufschirmen oft noch mit Velum behangen. Alt abgeflacht und unregelmässig eingedellt, mit fleischiger, meist dunklerer Mitte und feinem, fast durchscheinendem, gerieftem Rand. Farbe Honiggelb bis Ocker, Rand alt ausblassend, vor allem in der Hut-Mitte mit vielen sehr feinen, harten, abstehenden, gelblichen bis hell-braun-grünlichen Schüppchen besetzt, am Rand weniger oder alt fehlend.

Stiel: Dünn, sehr zäh, alt hohl, mit abstehendem, weisslichem, dauerhaftem Ring, darüber hell-gerillt, darunter hell-bräunlich, fleischfarben-fasrig, gegen die Basis gelblich. Meist kräftig-büschelig wachsend.

Lamellen: Creme-bräunlich-weiss, dünn, breit, derb und zäh, am Stiel angeheftet und feinst herablaufend, dadurch am Stiel über dem Ring ein leichtes Rillmuster bildend. Im Alter schmutzig-braunrot fleckend. Schneiden oft etwas wellig bis fein gekerbt.

Fleisch: Cremeweiss bis hell braun, zäh.

Geruch: Muffig holzig.

Geschmack: aromatisch-mild, nach einigem Kauen im Rachen plötzlich heftig unangenehm kratzend, Speichelfluss anregend und zusammenziehend.

Anmerkung: Der Honiggelbe Hallimasch ist roh sehr giftig.

Vor dem Verzehr sind die Hüte (der Stiel ist zu zäh) unbedingt abzubrühen und das Kochwasser anschliessend wegzuschütten.

 


 

 

4.4        Schopftintling Coprinus comatus

Essbar

16.07.2007

Vorkommen: Manchmal schon im März bis November (Dezember) in Parkanlagen, Gärten, Waldwegrändern, Schutthalden, Wiesen und Weiden auf fetten, gedüngten Böden. Selten im Waldesinnern. Häufige Art, gesellig wachsend, oft in Gruppen von 100 und mehr Exemplaren.
Beschreibung:
Hut: 5-12 cm, erst eiförmig, scheinbar stiellos aus der Erde hervorbrechend, dann walzenförmig, später sich +- glockig ausbreitend, schliesslich beginnend vom Hutrand aus zu Tinte zu zerfliessen. Oberfläche stark faserschuppig, jung weiss, Mitte bräunlich, alt vom Hutrande her zuerst grau, dann schwarz werdend.

Stiel: Bis 20 x 1.5 cm, schlank, weisslich, nach oben verjüngt, spargelartig, faserig, hohl, mit verschiebbaren Ring.

Lamellen: Sehr gedrängt, frei, bauchig. Jung weiss, alt schwarz zerfliessend.

Fleisch: Weiss, alt schwarz zerfliessend, dünn, zart und weich.

Geruch: Mild, schwach pilzartig.

Geschmack: Mild, nicht unangenehm.

Anmerkung: Als Speisepilze kommen nur junge Exemplare in Frage welche noch keine Grau- oder Schwarzverfärbungen aufweisen.

 

 


 

 

4.5        Parasol Riesenschirmpilz (Macrolepiota procera)

Essbar

27.08.2004

Vorkommen: Juli – Oktober einzeln oder gesellig, auf Wiesen, im lichten Laub- und Nadelwald, an Wald-, Weg- und Strassenrändern, auf Lehm-, Kalk- und Sandböden.

Kurzbeschreibung: stattlicher Blätterpilz mit grossen bräunlichen Schuppen und einem gleichfarbigen Buckel auf dem Hut, bräunlich genattertem, langem Stiel und einer derben verschiebbaren Manschette.

Hut: 10 – 30cm breit, jung eiförmig oder wie ein Paukenschlegel geformt, später wie ein aufgespannter Regenschirm mit kleinem braunen Buckel und schliesslich ganz flach, beim Aufschirmen reisst die Hut-Oberhaut in sparrige Schüppchen auf.

Stiel: schlank, bis 40cm lang, 2cm oder auch noch breiter, zäh, hohl und zunehmend härter werdend, aus dem Hutfleisch leicht auszulösen, nach unten dicker werdend und in einer Knolle endend, farblich dem Hut ähnlich, beim Strecken reisst die Stielhaut auf und es entsteht ein genattertes Muster; dort, wo Hut und Stiel beim jungen Pilz verbunden waren, sitzt ein dicker, ausgerissener, derber Ring, der sich auf dem Stiel verschieben lässt.

Fleisch: weich, zart, leicht schwammig, unveränderlich, anfangs saftig, im Hut weich, im Stiel holzig, zäh und faserig brechend, Geruch angenehm, Geschmack nussartig.

Wert: Die Hüte junger Pilze (vom Paukenschlegel oder halb geöffnet) sind sehr wohlschmeckend, wenn man sie paniert (oder auch unpaniert) wie Schnitzel brät (ungewaschen, nur mit feuchtem Lappen gesäubert und in grosse Stücke geteilt). Die Stiele sind nicht zum Verzehr geeignet, weil sie zu zäh und holzig sind, ebenso wenig sind alte Hüte zu empfehlen.

Vorsicht: roh genossen ist der Riesenschirmpilz giftig und verursacht Störungen im Margen - Darm - Trakt. Manche Menschen können bei angeborener Prädisposition allergisch auf das Pilzeiweiss reagieren.

Verwechslungsmöglichkeiten:
Vor allem mit dem kleineren Safranschirmpilz (Macrolepiota rachodes), dessen Fleisch aber bei Berührung oder Schnitt safranrötlich anläuft. Er ist ebenfalls essbar.

 

 

 

 

 


 

 

 

4.6        Violetter Rötelritterling (Lepista nuda)

Essbar

23.10.2004

Vorkommen: (April) Juli – November (in milden Wintern auch bis Januar) im Laub- und Nadelwald, auf Wiesen und in Gärten, bildet öfter Hexenringe; besonders häufig im feuchten Spätherbst, dann mitunter Massenpilz. Der Pilz ist ein Streuzersetzer, der einen hellbräunlichen „Weissfäulehumus“ erzeugt.

Überall häufig vom Flachland bis ins Hochgebirge.

Kurzbeschreibung: auffallender Blätterpilz vor allem des Herbstes , der jung in allen Teilen violett gefärbt ist und dessen Hutoberseite im Alter bräunlich verfärbt.

Hut: dickfleischig; 5-15cm breit; anfangs halbkugelig und schön violett oder bräunlich-lila, später flach ausgebreitet und wellig verbogen; allmählich bräunlich verfärbend; kahl, glatt, oft sehr wässrig, Rand lange eingerollt und anfangs oft fein weisszottig gesäumt, später nackt und scharf.

Blätter: am Stiel ausgebuchtet angewachsen; fast gedrängt; vom Hut leicht ablösbar; mit kürzeren Blättern untermischt, violett, später lilabräunlich.

Stiel: bis 12cm lang und 3cm dick; faserig oder gerillt; ausgestopft; an der Stielbasis mit hellviolettem oder lilabräunlichem Mycel – Filz; anfangs schön violett, an der Spitze flockig aufgerauht.

Fleisch: weich, zart; zuerst ganz, später nur noch in der oberen Stielrinde violett; im Inneren blasser und wässrig; Geruch angenehm würzig, aromatisch, Geschmack mild.

Sporenstaub: fleischrötlich.

Wert: wohlschmeckend, sehr gut geeignet zum Einlegen in Essig, soll den Blutdruck senken.
ROH GIFTIG!
Auch erhitzt kann es evtl. zu Unverträglichkeitsreaktionen kommen.
Die Gifte sind unbekannt, evtl. sind Hämolysine (Gifte, welche die roten Blutkörperchen auflösen) beteiligt.
Es kann zu Störungen im Magen-Darm-Trakt kommen:
Nach einigen Minuten bis zu 24 Stunden kommt es zu Übelkeit, Völlegefühl, Brechreiz und Durchfall. Auch ohne Therapie ist nach 2-3 Tagen Beschwerdefreiheit möglich.

 


 

 

4.7        Mönchskopftrichterling (Clitocybe geotropa)

Essbar

24.09.2006

Vorkommen: August bis Dezember, im Laub- und Nadelwald, Waldwiesen, Weiden, oft in Hexenringen, verbreitet.


Beschreibung: Hut: 5-20 (30) cm., jung flach gewölbt mit zentrischen Buckel, ocker-weisslich, mit eingerollten Rand, bald trichterig aufschirmend, dann Rand scharf, der zentrische Buckel bleibt bis ins Alter erhalten. Oberfläche seidig bereift, schliesslich kahl und fein schuppig Stiel:8-15 cm lang, 1.5-3 cm dick, zylindrisch, jung länger als Hutbreite, weisslich oder dem Hute gleichfarbig.

Lamellen: Vereinzelt gegabelt, untermischt, creme bis crembeige, stark herablaufend.

Fleisch: Dick, festfleischig, weiss .

Geruch: Angenehm parfümiert (nach nassem Gras, heuartig)

Geschmack: Mild.


Anmerkung: Der Mönchskopf ist ein ergiebiger, vorzüglicher Speisepilz. Eine Zubereitungsart wie Kutteln an Tomatensosse mit Kümmel haben ihm den volkstümlichen Namen "Kuttelpilz" eingebracht.

 

 

5.               Weitere Arten

 

5.1        Semmel-Stoppelpilz (Hydnum repandum)

Essbar

24.10.2004

Vorkommen: Juli bis in den Spätherbst, in Laub- und Nadelwäldern, einzeln oder oft mehrere Exemplare an den Stielen zusammengewachsen, häufig.

Beschreibung:
Hut: Bis 15 cm, plump, orangegelblich bis blass fleischfarben, erst samtig, später glatt, unregelmässig geformt, flach gewölbt, alt in der Mitte vertieft. Rand lange eingerollt.

Stiel: 3-8 cm lang und bis 4 cm dick, weisslich, voll und kompakt, nicht vom Hut trennbar.

Stacheln: Bisweilen etwas den Stiel herablaufend, weisslich bis blass fleischfarben, besonders alt sehr brüchig. Fleisch: Weiss, bei Verletzung und im Schnitt gilbend, dick.

Geruch: Jung schwach im Alter intensiver, eher unangenehm.

Geschmack: Mild, schwach brennend, im Alter bitterlich.

 

 




 

 

5.2        Violetter lacktrichterling (Laccaria amethystina)

Essbar

31.07.2007

Vorkommen: Sommer bis Herbst vor allem in Laub- und Nadelwäldern weit verbreitet

Beschreibung: Der Violette Lacktrichterling ist klein bis mittelgross. Sein wichtigstes Erkennungsmerkmal ist die im frisch-feuchten Zustand sattviolette Farbe.

Der Hut mit 2-5 cm Durchmesser ist flach bis gewölbt und wird mit zunehmendem Alter oft wellig und erscheint genabelt.

Der 4-10 cm lange und etwa 4-8 mm breite Stiel ist meist leicht faserig und am unteren Ende mit Mycelfilz überzogen. Er verfügt über relativ wenige Lamellen, die wie der ganze Pilz violett gefärbt sind. Sie sind dicklich, wachsartig und recht breit angewachsen.

Der Geruch ist unauffällig bis nicht wahrnehmbar

Geschmack: Der Violette Lacktrichterling ist wie alle Lacktrichterlinge essbar und mit seinem milden Geschmack als Speisepilz gut geeignet

 

 

 

 

 


 

 

5.3        Krause Glucke (Sparassis crispa)

Essbar

16.09.2006

Vorkommen: August bis Oktober Kiefernstämme und -stümpfe. Sie wächst am Stammgrund oder an Stümpfen von Nadelbäumen, vor allem von Kiefern. Der Fruchtkörper kehrt jährlich an gleicher Stelle wieder, wenn er nicht zu tief abgeschnitten wird.

Beschreibung: Die Krause Glucke oder Fette Henne (Sparassis crispa) ist ein Pilz aus der Gattung der Glucken, dessen grosser fleischfarben-ockergelblicher Fruchtkörper mit seinen krausen Verzweigungen an einen Badeschwamm erinnert.

Das Fleisch ist roh etwas knorpelig, der Geruch aromatisch und schwach gummiartig. Zubereitet ist die Glucke angenehm bissfest und von sehr gutem Geschmack. Sie lässt sich, auch angeschnitten, eine Woche und länger im Kühlschrank frisch halten, aber auch gut in getrockneter Form für Saucen verwenden.
Geschmack: Mild, angenehm. Der Geschmack ist dem der Speisemorchel ähnlich

Form: Gross und schwer (20 bis 50 cm breit), blumenkohlähnlich mit vielen Verästelungen. Gelblich bis hellbräunlich, Basis dickfleischig, wie ein Kohlkopfstrunk.

Geruch: Angenehm, harzartig
Fleisch: Brüchig, in Stiel und Ästen weisslich, "Blätter" meist etwas dunkler.

Verwechslung: Eichhase, Eichenglucke

Anmerkung: Bei sorgfältigem abschneiden und idealen Bedingungen können an der gleichen Stelle in kurzer Zeit weitere Fruchtkörper nachwachsen.

 

 


 

 

5.4        Morchelbecherling (Disciotis venosa)

Essbar

14.04.2006

Vorkommen: Mitte März bis Ende Mai, gerne entlang mit Eschen bewachsenen Bach- und Flussläufen, Auenwäldern, grasigen und spärlich bewachsenen Stellen, bisweilen auch bei Obstbäumen, oft in Gesellschaft mit der Speisemorchel. Einzeln bis gesellig wachsend. Ziemlich häufig.

Beschreibung:
Fruchtkörper: 5-18cm. breit, jung becherförmig, bald unregelmässig, gelappt ausgebreitet, Oberfläche (Hymenium) hellbraun bis dunkelbraun, aderig, runzelig, gehirnartig gefältelt. Aussenseite +-glatt, kleiig, schorfig-flockig, weiss-ockerlich.

Fleisch: Brüchig, relativ dick (5-10 mm), blass, weisslich.

Stiel: Nur rudimentär vorhanden, in die Erde eingesenkt.

Geruch: Chlor- javelleartig, typisch nach Hallenbad.

Geschmack: Mild.
Anmerkung: Beim Kochen verflüchtigt sich der "Chemiegeruch". Kulinarisch sollen Liebhaber den Morchelbecherling selbst den geschätzten Morcheln vorziehen.

 

 

 


 

 

5.5        Lachsreizker (Lactarius salmonicolor)

Essbar

10.08.2005

Vorkommen: Der Lachsreizker kommt als strenger Mykorrhizapilz nur unter Weisstannen vor. Er bevorzugt basenreiche Kalkböden in alpinen und subalpinen Lagen. Im Flachland kommt er unter dort angepflanzten Tannen fast nicht vor.

Beschreibung: Der Hut erreicht bis zu 12 cm (manchmal auch bis zu 15 cm) im Durchmesser. Zunächst ist die Form gewölbt (konvex) mit eingedrückter Mitte, später wird er zunehmend trichterförmig. Die Hutfarbe ist beim jungen Pilz kräftig orangefarben, später verblasst es zu helleren lachsorange bis lachsgelb, es erscheinen allenfalls unauffällige, zart blassgrüne Töne auf dem Hut. Auffällig sind auch die konzentrischen Ringe auf der Hutoberfläche.

Lamellen: wirken etwas blasser als der Hut, sind aber im gleichen Farbton.

Stiel: erreicht etwa eine Länge von 6 cm und einen Durchmesser von 2,5 cm. Er sitzt mittig am Hut an, ist gerade und innen hohl. Auffällig sind die grubigen Stellen zumeist im unteren Stielbereich.

Fleisch: wie für die gesamte Gattung typisch - recht spröde und bricht leicht. Die Milch ist bitter und kräftig orangerot, sie verfärbt sich nach 2 Stunden rotbraun und niemals grünlich.

Geruch: ist angenehm bis leicht seifenartig. Der Geschmack ist bitterlich.

 


 

 

 

5.6        Fichtenreizker (Lactarius deterrimus )

Essbar

26.08.2006

Vorkommen: Er wächst von Juli bis November auf allen Böden unter Fichten und ist weit verbreitet

Der Fichtenreizker gehört zur Gattung der Milchlinge (Lactarius). Der orangefarbene Lamellenpilz mit oft grünverwaschenen Flecken blutet nach dem Anschnitt. Die austretende Milch ist karottenrot und verfärbt sich nach 10-30 Minuten weinrot.

Der Fichtenreizker ist essbar, jedoch nicht so schmackhaft wie der Lachsreizker.

Die Schirme können von jeder Seite 3 Minuten scharf angebraten und mit Salz gewürzt, gegessen werden.

 

 


 

 

5.7        Edelreizker (Lactarius deliciosus)

Essbar

29.09.2001

Vorkommen: Sommer bis Herbst, ein Kiefernbegleiter, weit verbreitet. Der Edelreizker ist ein Mykorrhiza-Pilz der Kiefer. Er bevorzugt neutrale bis kalkhaltige Böden.

 

Der Edelreizker (Lactarius deliciosus) oder Echte Reizker ist ein Pilz aus der Gattung der Milchlinge (Lactarius). Der lateinische Name deliciosus bedeutet "köstlich". Der deutsche Name Reizker ist ein Wort slawischen Ursprungs und lässt sich als "Rotmilchling" übersetzen. Charakteristisches Merkmal des Edelreizkers ist wie bei allen Reizkern die wässerige Milch, die an Verletzungsstellen austritt und im Unterschied zu den anderen Milchlingen und Reizkern lebhaft orangerot (und niemals weiss!) gefärbt ist.

Hüte: werden bis 20 cm breit und wellig, es ist also eine sehr grosse Art. Die Huthaut ist mehr oder weniger fleckig und weist oft konzentrische Ringzonen auf.

Lamellen: sind meist herablaufend und lebhaft orange gefärbt.

Stiel: ist im Alter hohl, wie der Hut gefärbt und weist charakteristische, sehr flache Gruben auf.

Fleisch: ist zunächst orange und kann im Alter auch grünliche Töne ausbilden.

Die Milch ist orangerot gefärbt und vergrünt nach einigen Stunden.

 


 

 

6.               Die wichtigsten Doppelgänger

 

6.1        Verwechselbare Rasenbewohner

Die abgebildeten Blätterpilze sind vor allem durch ihre Lamellenfarben unterschieden, aber auch durch ihre Gerüche. Verwechslungsgefahr besteht von Mai bis Juli, weil dann alle drei Arten gleichzeitig auftreten können

 


 

 

6.2        Champignons mit Doppelgänger

Vor allen übrigen Merkmalen muss man bei den Champignons oder Egerlingen auf die Farbe der Lamellen achten. Weder Fleischverfärbung noch Geruchsunterschiede sind so zuverlässig. Verwechslungen sind lebensgefährlich!



 

 

6.3        Drei sehr ähnliche Wulstlinge

Die Gruppe der Wulstlinge enthält nicht nur Giftpilze. Ein dankbarer Speisepilz, der Perlpilz, zählt ebenfalls zu dieser Gattung. Der Perlpilz ist unter den Wulstlingen gut zu erkennen. Der Hut ist braunrot, die Huthaut abziehbar, das Fleisch unter der Haut rötlich, der Hutrand nicht gerieft; gerieft ist aber die deutliche Manschette. Überhaupt ist das Vorhandensein von rötlichen Farben typisch.


 

 

6.4        Verwechselbare Blätterpilze an Holz

Büschelig an Holz wachsende Blätterpilze gibt es in vielen Arten. Lamellenfarbe, Stielbekleidung und Wuchs-Ort, liefern die wichtigsten Unterscheidungsmerkmale.



 

 

6.5        Braune Röhrlinge mit dickem Stiel

Braune Röhrlinge lassen sich am besten durch die Röhrenfarbe unterscheiden. Blauverfärbung schliesst den Steinpilz aus; blau werdende Röhrlinge sind aber nicht alle giftig. Man sollte auf das Stielnetz achten und den Geschmack prüfen.


 

 

6.6        Rotporige Röhrlinge

Alle Rotporer laufen blau an. Wichtig ist die Farbe des Fleisches im Stiel unmittelbar nach dem Längsschnitt. Zur Unterscheidung dient auch die Oberfläche des Stiels: Sie ist entweder fleckig punktiert oder aderig fein genetzt.


 

 

6.7        Graukappe mit Doppelgängern

Die beiden Doppelgänger gehören verschiedenen Familien an. Unter sich sind sie durch die Sporenfarbe auseinanderzuhalten, von der Graukappe durch die am Stiel ausgebuchteten statt herablaufenden Lamellen und den Mehlgeruch.



 

 

6.8        Korallig gebaute Keulenpilzverwandte

Zur sicheren Unterscheidung der korrallig aufgebauten Arten benötigt man jüngere Pilze mit frischen Farben. Wenn sie ausgewachsen sind, sehen die meisten grossen Korallen (Ziegenbärte) gleichmässig schmutzig ledergelb aus. Es gibt etliche weitere Korallen die alle schwer bestimmbar sind. Alle Ungeübten (ich zähle mich auch dazu) lassen besser alle Korallen stehen.



 

 

6.9        Der Reifpilz mit Doppelgängern

In typischer Ausbildung dem Reifpilz unähnlich, können ihm die beiden Giftpilze gelegentlich doch in Form und Farbe ähneln. Wichtig sind die unterschiedlichen Lamellenfarben, die Stielbeschleierung und die Ausbildung des Stielgrundes.

 

 

 

 

 

 

 
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