Coprin

Coprin ist ein Pilzgift. Es ist zuerst in Coprinus atramentarius, dem Faltentintling nachgewiesen worden. Ausserdem kommt es im Netzstieligen Hexenröhrling und im Glimmertintling vor. Es verursacht im Zusammenhang mit Alkoholgenuss das sogenannte Coprinus-Syndrom: Schweissausbrüche, die Körperhaut verfärbt sich lila, das Gesicht rot, Ohrläppchen und Nasenspitze bleiben allerdings weiss. Das Gift verbleibt bis zu vier Tage im Körper und nach erneuter Alkoholeinnahme zeigen sich erneut die Symptome. Ohne Alkohol ist es unschädlich.

Das Coprin zerfällt beim Erhitzen oder durch Säure in Glutaminsäure und 1-Aminocyclopropanol. Das Letztere ist die biologisch wirksame Substanz. 1-Aminocyclopropanol inhibiert (hemmt) das Enzym Acetaldehyddehydrogenase und wirkt dadurch im Zusammenhang mit Ethanol (Trinkalkohol). Der angereicherte Acetaldehyd verursacht das Coprinus-Syndrom. Die Symptome entsprechen denen, die durch disulfiram bei anschliessendem Alkoholgenuss hervorgerufen werden.

 
/home/www/web252/html/pilzwiki/data/pages/glossar/coprin.txt · Zuletzt geändert: 2014/07/07 15:36 (Externe Bearbeitung)     Nach oben