Psilocybin

Psilocybin ist ein Indolalkaloid aus der Gruppe der Tryptamine, welches in einigen Pilz-Arten vorkommt, insbesondere der Gattung Psilocybe (P. azurescens, P. tampanensis, P. cubensis, P. cyanescens, P. mexicana, u.a.); diese werden landläufig als Zauberpilze oder Magic Mushrooms bezeichnet. Der Konsum von Psilocybin bewirkt Halluzinationen, die denen von LSD ähneln, in der Regel jedoch kürzer und weniger intensiv sind. Für diese Wirkung verantwortlich ist das Hydrolyse-Produkt psilocin.

Geschichtliches

Psilocybinhaltige Pilze wurden in indianischen Kulturen wie den Azteken zu rituellen Zeremonien verzehrt. Im Jahre 1957 machte der US-Ethnologe R. Gordon Wasson durch seinen Artikel „Magic Mushrooms“ die Pilze im Westen bekannt.

Nebenwirkungen

Schwindel, Übelkeit und Erbrechen können als Nebenwirkung von Psilocybin auftreten. Schwere organische Schäden sind nicht bekannt. Eine holländische Regierungsstudie (CAM-Studie) kam zu dem Schluss, dass der Konsum von Psilocybin nicht signifikant von psychotischen Begleiterscheinungen geprägt sei. Flashbacks wurden auch bei anderen Halluzinogenen wie LSD beobachtet. Die medizinische Fachliteratur beschreibt einen Fall, in dem Psilocybin-Konsum (in Kombination mit Cannabis) zu HPPD führte. Jochen Gartz gibt an, hunderttausende Versuche weltweit mit entsprechenden Pilzen in verschiedenen Dosierungen seien weder von Psychosen noch schweren Flashbacks begleitet gewesen, die das Alltagsleben der Pilzkonsumenten beeinträchtigt hätten.

 
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