merkmal Fleisch

Das Hutfleisch (Trama)

Um das Hutfleisch untersuchen zu können, muss man den Pilz in seiner Längsrichtung durchschneiden. Zuerst stellt man die Farbe fest und achtet besonders auf mögliche Veränderungen an der Luft. Vielleicht quillt eine farblose Flüssigkeit oder aber eine Milch heraus. Diese hat eine Farbe und kann sich auch verfärben. Die Beschaffenheit der Huttrama ist ein weiteres Merkmal; sie kann weich oder hart, faserig, knorpelig, brüchig oder elastisch, schwammig, wässerig, trocken, zäh, holzig oder korkig sein.

Oft hat das Fleisch einen eigenen Geruch. Um diesen festzustellen, schnuppert manleicht daran; verbannt ist dabei natürlich jegliches Rauchen.

Und schliesslich hat das Hutfleisch auch seinen Geschmack. Der Geschmack kann mild oder scharf, süss oder bitter, ja vielleicht auch kratzend sein. Zudem kann er sich sehr rasch oder nur langsam einstellen und anhaltend oder nur vorübergehend sein. Beim Prüfen des Geschmacks ist Vorsicht am Platz, und Anfängern wird davon abgeraten, wahllos Pilze zu probieren.

Das Stielfleisch

Der Stiel bzw. sein Fleisch kann hart oder weich , steif oder biegsam , brüchig oder sogar gebrechlich , korkig oder zäh sein. Es gibt auch ausgesprochen fleischige , knorpelige , borstenartige oder faserige Stiele.

Manche sind im Schnitt hohl oder ganz einfach voll . Ist der Stiel hohl, seine Höhlung aber wie die in einem Holunderast mit lockerem Mark- oder watteartigem Material ausgefüllt, bezeichnet man ihn als ausgestopft . Und wenn sich im Hohlraum einzelne Querwände zeigen, spricht man von einem gekammerten oder zellig - hohlen Stiel.

- Die innere Struktur eines Stiels hat natürlich etwas mit seiner Festigkeit zu tun.

generelle Beschreibung

weichfleischig: - wie die meisten Röhren- und Blätterpilze

zähfleischig: - beim Zerreissen spürt man einen gewissen Widerstand (Zählinge, Sägeblättlinge)

faserfleischig: - bei Bruch auffasernd, besonders am Stiel (Trichterlinge, Weichritterlinge)

brüchig: - Bruchstellen unregelmässig zerbröckelnd oder aufsplitternd (Täublinge, Milchlinge)

gebrechlich: - glasig, auseinanderbrechend (Saftlinge)

schleimig: - wie eine Schleimmasse zerreibbar (gelbe Lohblüte)

wachsartig: - wie Kerzenwachs. Lamellen der Wachsblätterpilze (Schnecklinge, Ellerlinge, Saftlinge)

gallertartig: - elastisch-schwabbelig wie Pudding (Gallertpilze, Eispilz)

knorpelig: - hart aber doch elastisch (Stiele bei Rüblingen, Schwindlingen)

korkartig: - anzufühlen wie ein Korkzapfen (Korkstacheling, Porlinge)

zerfliessend: - vom Rand her auflösend, tropfend (Tintlinge)

 
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