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pilzbestimmung:staenderpilze:klasse_agaricomycetes:01_unterklasse_hutpilze:ordnung_blaetterpilze:schleierlingsartige:haeublinge [2014/07/08 11:45] (aktuell)
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 +====== Häublinge (Galerina) ======
  
 +Kleine, gelb- bis rotbraune, dünnfleischige und kegelig-glockige, gewölbte bis mehr oder weniger flache Pilze. Die Oberfläche ist trocken bis schmierig und glatt. Am äussersten Rand haften hie und da feinflockige, weisse Velumreste. Der Stiel ist relativ dünn, teils ohne, teils mit häutigem Ring oder angedeuteter, faseriger Ringzone. Das Sporenpulver ist ocker bis rostbraun. Die leicht ausgebuchteten bis schwach herablaufenden Lamellen nehmen mit zunehmender Reife ebenfalls diese Farbtöne an. Häublinge wachsen auf totem Holz, auf Pflanzenresten, bei Torfmoos sowie an feuchten, grasigen Stellen. 
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 +===== Scheinhäublinge (Phaeogalera) =====
 +Für die Scheinhäublinge (Phaeogalera) gilt etwa die gleiche Beschreibung, sie lassen sich ohne Mikroskop kaum von den Häublingen unterscheiden.
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 +===== Trompetenschnitzlinge (Tubaria) =====
 +Auch die Gattung der Trompetenschnitzlinge (Tubaria) wird durch Pilze von ähnlichem Aussehen gebildet. Eine Art ist beringt, alle anderen sind ohne Ring. Typisch sind breit angewachsene Lamellen mit mehr oder weniger gerader Schneide, im Unterschied zu meist bauchigen Lamellen in anderen Gattungen. Die Olivschnitzlinge (Ramicola, Simocybe) heben sich von den genannten Gattungen durch einen oliv Beiton in Hut oder Stiel ein wenig ab. Im Englischen existiert für die kleinen, rundum mehr oder weniger braunen Pilze die Abkürzung LBM (Little brown mushrooms). Sie sind ohne weitere Hilfsmittel (Mikroskop) nur sehr schwer zu unterscheiden. In den erwähnten Gattungen gibt es keine Speisepilze. Einige Häublinge sind stark giftig; sie enthalten das gleiche Gift wie der Grüne Knollenblätterpilz (Amanita phalloides). Für Liebhaber der relativ ähnlichen Stockschwämmchen (Kuehneromyces mutabilis) oder der Rauchgrauen Schwefelköpfe (Hypholoma capnoides) ist es deshalb wichtig, diese Gattungen zu kennen, um allfällige Verwechslungen sicher zu vermeiden.
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 +^Deutscher Name ^Botanischer Name ^Vorkommen ^Speisewert^
 +|Flaschenzystidenhäubling |Galerina ampullaceocystis |auf moderndem Nadelholz. |kein Speisepilz|
 +|Überhäuteter Häubling |Galerina autumnalis |auf moderigem Holz, Strünken. |giftig|
 +|Braunfüssiger Häubling |Galerina badipes |auf moderigen Nadelholzresten, Reisig, Zapfen. |giftig|
 +|Silberstieliger Häubling |Galerina beinrothii |zwischen Torfmoosen; Frühjahr bis Herbst. |giftig|
 +|Gürtelhäubling |Galerina cinctula |auf totem Holz. |kein Speisepilz|
 +|Entferntblättriger Mooshäubling |Galerina clavata |an nassen, sumpfigen Standorten; Spätherbst. |kein Speisepilz|
 +|Buckelhäubling |Galerina gibbosa |bei Torfmoos (Sphagnum); Frühsommer bis Herbst. |kein Speisepilz|
 +|Graufüssiger Häubling |Galerina griseipes |auf moosbewachsenen Felsen, Weideboden, bei alpiner Zwergstrauchheide. |kein Speisepilz|
 +|Gelblicher Rasenhäubling |Galerina laevis |an moosigen, grasigen Stellen, auf Weiden; Spätherbst. |kein Speisepilz|
 +|Gifthäubling |Galerina marginata |vorwiegend auf morschem Nadel-, seltener Laubholz; Sommer bis Herbst. |giftig|
 +|Beringter Häubling |Galerina mycenoides |in moosigem Wald, Wiesen. |kein Speisepilz|
 +|Weissflockiger Sumpfhäubling |Galerina paludosa |zwischen Torfmoosen; Frühjahr bis Herbst. |kein Speisepilz|
 +|Breitsporiger Häubling |Galerina pseudomycenopsis |feuchte, moosige Stellen, oft alpine Lagen, subarktisch |kein Speisepilz|
 +|Glockiger Häubling |Galerina pumila |in moosigem Wald, Wiesen. |kein Speisepilz|
 +|Weidenhäubling |Galerina salicicola |bei Weiden oder auf Weidenstrünken. |giftig|
 +|Glimmerstieliger Häubling |Galerina sideroides |auf moderndem Nadelholz, Reisighaufen; Herbst. |kein Speisepilz|
 +|Sumpfhäubling |Galerina sphagnorum |bei Torfmoos (Sphagnum); Frühsommer bis Herbst. |kein Speisepilz|
 +|Bereifter Häubling |Galerina tibiicystis |bei Torfmoos (Sphagnum); Frühsommer bis Herbst. |kein Speisepilz|
 +|Verzeigter Häubling |Galerina triscopa |auf morschem Holz; Sommer bis Herbst. |kein Speisepilz|
 +|Flachhütiger Mooshäubling |Galerina uncialis |im Moor, bei Moos oder auf modernden Strünken. |kein Speisepilz|
 +|Klebriger Grashäubling |Galerina unicolor |auf Holzabfällen, Brandstellen oder Wiesen; Sommer bis Herbst. |giftig|
 +|Geschmückter Braunhäubling |Phaeogalera stagnina |bei Torfmoos; Sommer bis Herbst. |kein Speisepilz|
 +|Kleinsporiger Olivschnitzling |Simocybe centunculus |auf totem Laubholz, Ästchen; Sommer bis Herbst. |kein Speisepilz|
 +|Sumpfseggen-Olivschnitzling |Simocybe centunculus var. laevigata |an toten Seggenblättern (Carex), zwischen Moos im Moor. |kein Speisepilz|
 +|Mandelsporiger Olivschnitzling |Simocybe reducta |auf Erde oder Pflanzenresten. |kein Speisepilz|
 +|Üppiger Olivschnitzling |Simocybe sumptuosa |auf totem Laubholz, Laubholzstrünken. |kein Speisepilz|
 +|Weissgestiefelter Trompetenschnitzling |Tubaria albostipitata |auf Holzresten, ganzjährig, vor allem im Winter. |kein Speisepilz|
 +|Flockiger Trompetenschnitzling |Tubaria conspersa |auf Erde oder Pflanzenresten, Holzabfällen; Sommer bis Herbst. |kein Speisepilz|
 +|Gelbblättriger Trompetenschnitzling |Tubaria dispersa |bei Rosengewächsen, insbesondere Weissdorn (Crataegus); Frühjahr bis Herbst. |kein Speisepilz|
 +|Gemeiner Trompetenschnitzling |Tubaria furfuracea |auf Holzresten, ganzjährig, vor allem im Winter. |kein Speisepilz|
 +|Kleinster Trompetenschnitzling |Tubaria minutalis |auf Humus, feuchte, schattige Stellen. |kein Speisepilz|
 +|Blasssporiger Trompetenschnitzling |Tubaria pallidospora |in grasigem Laubwald. |kein Speisepilz|
 +|Ansehnlicher Trompetenschnitzling |Tubaria praestans |auf kotigen Böden, Wegrand. |kein Speisepilz|
 
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