Schleimfüsse (Cortinarius subgenus Myxacium )

Die Schleimfüsse (Myxacium) stellen eine Untergattung der Gattung Haarschleierlinge (Cortinarius).

Wichtigstes Merkmal: Hut und Stiel sind schleimig bis schmierig. Ausnahmen gibt es in der Sektion Ochroleuci mit einigen relativ trockenen, kaum schmierigen Vertretern.

Beschreibung

Es handelt sich um mittlere bis recht grosse Pilze mit von einem schleimigen Velum mehr oder weniger überzogenen Arten.

Hutfarbe: lila bis blauviolett, gelb, gelbbraun oder rotbraun, selten auch weisslich bis cremefarben. Stiel: weiss, ockergelb bis braun oder auch mit blauviolettem Ton, glatt bis stark genattert oder aufgerissen gegürtelt. Lamellen: mehr oder weniger ausgebuchtet angewachsen. Junge Pilze mit Lamellen zum Teil mit blauvioletten Tönen, zum Teil grau bis gelbockerlich, später verfärben sie sich durch das reifende Sporenpulver in ein sattes Ocker bis Rostbraun.

Vorkommen

Die Schleimfüsse wachsen auf Erde im Laub- oder Nadelwald, seltener auch in alpinen Höhenlagen oder arktischen Zonen. Erscheinungszeit ist vor allem der Herbst bis Spätherbst.

Speisewert

Bei den Schleimfüssen gibt es keine bekannten Giftpilze. Die bitteren Arten sind ungeniessbar. Traditionell werden in der Schweiz und in Frankreich etliche Arten als Speisepilze gesammelt. Dennoch ist generell vom Genuss der Schleimfüsse abzuraten.

Systematik

Für die weitere Bestimmung der Schleimfüsse sind entscheidende Merkmale die Farbe, der lila bis blauviolette Farbanteil, die Beschaffenheit der Hutoberfläche (glatt, gekerbt, gefurcht oder runzelig), die Beschaffenheit des Stiels (genattert, gegürtelt oder glatt), der Geschmack (bitter oder mild), sowie der Standort (Laub- oder Nadelwald, auf kalkhaltigem oder sauren Boden, lehmiger oder sandiger Untergrund).

Die Unterteilung nach Sektionen

 
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