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Habichtspilz (Sarcodon imbricatus)

Der Habichtspilz, Habichts-Stacheling oder Rehpilz (Sarcodon imbricatus) gehört zur Gattung der Stachelinge (Sarcodon) oder auch Braunspor-Stachelinge, die mit einem guten Dutzend Arten in Mitteleuropa vertreten ist. Die schuppige Hutoberseite des Habichtspilzes erinnert an das Federkleid eines Habichts. Davon bekam der Pilz seinen deutschen Namen. Die Hutunterseite trägt zahlreiche Stacheln. Er ist im jungen Zustand ein Speisepilz, im Alter entwickelt er einen bitteren Geschmack. Auch der botanische Name orientiert sich am Aussehen des Pilzes, er bedeutet so viel wie „mit Ziegeln bedeckter“ (lat. = imbricatus) „Fleischzahn“ (gr. = Sarcodon).

Merkmale

  • Der Hut wird 5-15-(30) cm breit und trägt an der Oberseite die charakteristischen Federschuppen. Seine Farbe schwankt von graubraun bis dunkelbraun. Die Hutmitte ist vor allem bei grösseren Exemplaren genabelt, d. h. es gibt eine Vertiefung in der Mitte.
  • An der Unterseite trägt der Habichtspilz Stacheln, die ihn deutlich von Blätterpilzen oder Porlingen unterscheidet.
  • Die Stacheln laufen etwas am Stiel herab. Dieser ist mit einem Durchmesser von 2,5-8 cm wie der Hut sehr fleischig, aber relativ kurz und wirkt dadurch gedrungen. Die Farbe ist weisslich-grau bis bräunlich und - ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal zu anderen eher seltenen Sarcodon-Arten - an der Basis niemals schwärzlich.
  • Das Fleisch ist bei jungen Exemplaren weisslich, und dunkelt bei älteren Exemplaren zu Grau bis Braun ab. Die Konsistenz ist brüchig. Eine Zonierung des Fleisches wie bei Korkstachelingen ist nicht zu erkennen.
  • Die Sporen sind rundlich jedoch äusserst unregelmässig im Umriss. Die Farbe des Sporenpulvers ist bräunlich.
  • Der Geschmack ist vor allem bei älteren Exemplaren etwas bitter und der Geruch wird als jodartig empfunden.

Vorkommen

Der Habichtspilz wächst auf saurem Untergrund, stets auf der Erde, nicht an Holz. Er bevorzugt Fichten- und Kiefernwälder in höheren Lagen. Man kann ihn von August bis November finden.

Speisewert

Da der Habichtspilz in rohem Zustand giftig ist, sollte er immer gut durchgebraten oder gekocht werden. Junge Pilze sind gut geeignet zum Braten. Um grösseren Exemplaren Bitterstoffe zu entziehen, werden sie mit kochendem Wasser überbrüht und das Wasser nach einigen Minuten abgegossen. Meist wird der Pilz getrocknet und gibt gemahlen als Pilzpulver ein würziges Aroma für Suppen und Saucen.

Verwechslung

Die ähnlichen Stachelings-Arten sind meist selten und erreichen nicht die Grösse des Habichtpilzes. Sicher unterscheiden kann man sie am stark bitteren Geschmack und vor allem an der bei ihnen schwärzlich bis grünlich-schwärzlichen Stielbasis. Vermutlich gibt es keine giftigen Arten unter den Stachelingen:

  • Gallenstacheling (Sarcodon scabrosus),
  • Finnischer Stacheling (Sarcodon fennicus),
  • Schuppiger Stacheling (Sarcodon squamosus), ist kaum bitter
 
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