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Lachsreizker (Lactarius salmonicolor)

Der Lachsreizker (Lactarius salmonicolor) ist ein blass bis kräftig lachsorange-farbener Reizker ohne Grüntöne aus der Gattung der Milchlinge (Lactarius) und ein obligater Mykorrhizapilz der Weisstanne.

Das Epitheton salmonicolor ist lateinischen Ursprungs und bedeutet „lachsfarben“ oder „in der Farbe des Lachsfleischs“. Das ebenso lateinische Lactarius bedeutet schlicht „Milchling“ und bezieht sich auf das Ausscheiden von ± milchigen Saft bei Verletzungen. Dieser Saft ist bei den meisten Reizkern rötlich.

Beschreibung

Der Hut erreicht einen Durchmesser von bis zu 12 cm, manchmal bis zu 15 cm. Zunächst ist er gewölbt (konvex) mit eingedrückter Mitte, später wird er zunehmend trichterförmig. Die Hutfarbe ist beim jungen Pilz kräftig orangefarben, später verblasst es zu hellerem lachsorange bis lachsgelb, es erscheinen allenfalls unauffällig zart blassgrüne Töne auf dem Hut. Auffällig sind die konzentrischen Ringe auf der Hutoberfläche. Die Lamellen wirken etwas blasser als der Hut, sind aber im gleichen Farbton. Der Stiel erreicht etwa eine Länge von 6 cm und einen Durchmesser von 2,5 cm. Er sitzt mittig am Hut an, ist gerade und hohl. Auffällig sind die grubigen Stellen zumeist im unteren Stielbereich. Das Fleisch ist - wie für die gesamte Gattung typisch - recht spröde und bricht leicht. Die Milch ist bitter und kräftig orangerot, sie verfärbt sich nach 2 Stunden rotbraun und niemals grünlich. Die Farbe des Sporenpulvers ist weiss. Der Geruch ist angenehm bis leicht seifenartig. Der Geschmack ist bitterlich.

Mikroskopische Merkmale

Die Sporengröße beträgt 8,5 bis 10 x 6,5 bis 7,5 µm. Die Sporen sind elliptisch, ihre Oberfläche ist genetzt-gratig. Pleurozystiden sind recht zahlreich und gut zu sehen, Größe: 50 bis 80 x 6 bis 10 µm. Die Hutdeckschicht besteht aus schmalen, verflochtenen, gelatinierten Hyphen.

Vorkommen

Der Lachsreizker kommt als strenger Mykorrhizapilz nur unter Weisstannen vor. Er bevorzugt basenreiche Kalkböden in alpinen und subalpinen Lagen. Im Flachland kommt er unter dort angepflanzten Tannen fast nicht vor.

Verwechslung

Der fichtenreizker (L. deterrimus) kommt unter Fichten vor. Er vergrünt im Alter deutlich. Die zunächst milde Milch, schmeckt dann bitter und verfärbt sich nach 30 Minuten violettlich. Der edelreizker (L. deliciosus) ist ein Begleiter von Kiefern. Er kann im Alter etwas vergrünen. Die nicht bittere, milde Milch ist zunächst orangerot und verfärbt sich beim Eintrocknen grünlich.

Speisewert

Aufgrund seiner auch beim Kochen nicht ganz vergänglichen leichten Bitterkeit gilt der Lachsreizker zwar als essbar, aber nicht als guter Speisepilz.

 
/home/www/web252/html/pilzwiki/data/pages/pilzlexikon/kat_essbar/lachsreizker.txt · Zuletzt geändert: 2014/07/04 13:49 (Externe Bearbeitung)     Nach oben