Frühlingsknollenblätterpilz (Amanita verna)

Der Frühlings-Knollenblätterpilz (Amanita verna) ist ein Giftpilz, der ebenso wie der Grüne Knollenblätterpilz tödlich giftig ist.

Auch die Bezeichnung Weisser Knollenblätterpilz wird auf diese Pilzart angewandt, ist aber mehrdeutig, weil mit dem Namen auch der Kegelhütige Knollenblätterpilz (Amanita virosa) sowie eine weisse Variante des Gelben Knollenblätterpilzes (Amanita citrina) gemeint sein kann.

Unterscheidungsmöglichkeit

Man kann den Frühlings-Knollenblätterpilz sehr leicht mit Champignons verwechseln. Das beste Unterscheidungsmerkmal sind die Lamellen; beim Champignon sind sie rötlich bis schokoladenbraun, beim Knollenblätterpilz immer weiss. Um eine Verwechslung mit Sicherheit auszuschließen, sollten keine jungen Exemplare der Champignons gesammelt werden, an denen die Lamellen noch relativ hell bzw. fast weiss sind.

Ein weiteres sicheres Merkmal, das die Knollenblätterpilze von essbaren Arten unterscheidet, ist der Stiel, der immer in einer in der Erde verborgenen Hülle steckt. Der Stiel von Champignons, Grünlingen und Täublingen ist dagegen immer ohne Hülle beziehungsweise Scheide. Es sollte daher immer der komplette Pilzkörper geerntet werden, damit die Hülle nicht übersehen wird.

Eindeutige Erkennungsmerkmale des Frühlingsknollenblätterpilzes sind kursiv geschrieben

Hut: 3 bis 10 cm breit, seidenweiss, glatt, Mitte zuweil ockerlich, etwas klebrig. Lamellen: immer rein weiss Stiel: Bis 15 cm lang, seidig-fasrig, Ring oft nur undeutlich, Basis knollig verdickt, mit lappiger Scheide, rein weiss. Fleisch: Weiss, ohne besonderen Geruch Vorkommen: Laub- und Nadelwälder, besonders bei Birken und Fichten, selten vor August. Verwechslung möglich mit: Wiesenchampignon, Schafchampignon, Anischampignon

 
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